Ex-WestLB-Haus in der Kampstraße Dortmund wird großes Ärztezentrum

Klaus Buske
Animation zum Umbau des WestLB-Gebäudes Kampstraße.
Animation zum Umbau des WestLB-Gebäudes Kampstraße.
Foto: WAZ
Es soll das „größte Ärztezentrum der Region“ werden: mit bis zu 60 Arztpraxen, mit bis zu 15 Therapiepraxen, mit Apotheke, Sanitätshaus und Gastronomie. Keineswegs bescheiden sind die Pläne der Lanber GmbH & Co KG fürs ehemalige Haus der WestLB an der Kampstraße.

Dortmund. Es soll das „größte Ärztezentrum der Region“ werden: mit bis zu 60 Arztpraxen, mit bis zu 15 Therapiepraxen, mit Apotheke, Sanitätshaus, Gastronomie und weiteren medizinnahen Geschäften. Keineswegs bescheiden sind die Pläne der Lanber GmbH & Co KG (Marl) für das ehemalige Haus der WestLB an der Kampstraße, die am Freitag vorgestellt wurden. 20 Mio Euro sollen in das Projekt fließen.

„Wir fangen sofort an. Das Ding wird in jedem Fall gebaut. Das ermöglicht unser Investor“, unterstrich Praxismanagerin Regina Brandt, die das Projekt gestern vorstellte und die Vermarktung der rund 13.000 qm Fläche offiziell startete. Am Freitag gingen auch Briefe an alle Dortmunder Ärzte auf den Postweg, um sie als künftige Mieter zu werben. Man suche nur in Dortmund, so Brandt, das sei mit der Kassenärztlichen Vereinigung so abgesprochen.

Mit „Wohlfühlfaktor“

Mit ersten Entkernungsarbeiten im Bürobereich sei begonnen worden. Man sei in der glücklichen Lage, nicht auf erste Mieter warten zu müssen. „Den Bauantrag werden wir im Februar stellen“, so Architekt Christoph Wimmeler. Eröffnungstermin soll der 1. Juli 2012 sein.

Man werde die Kubatur des Hause nicht verändern. Geschosshöhen und Fassaden blieben überwiegend die alten. Aber sie sollen zumindest im unteren Bereich einer sichtbaren Schönheitsoperation unterzogen werden - unter anderem mit einem markant schwungvollen Eingangsbereich gegenüber der Sparkassen-Zentrale und mit mehr Transparenz (Glasfronten) im Erdgeschoss, dass zu einer Mall mit Geschäften und Infopoint umgestaltet werden soll.

Kein reines Fachärztezentrum

„Auch Hausärzte sollen hier einziehen. Das wird kein reines Fachärztezentrum,“ verspricht Regina Brandt. Zwischen 50 und 750 Quadratmeter groß könnten die Praxisräume sein. Das Untergeschoss soll Lagerräume bieten, die 7. Etage soll Terrassenbereiche erhalten und in der Tiefgarage halte man 150 Parkplätze vor.

Den „Wohlfühlfaktor“ im Ärztezentrum sichern werde ein „Netzwerk von Gestaltern“ (Innenarchitekten, Medizintechniker, Handwerker). Ulrich Pepper (Health Care Network Group) versprach unter anderem eine wissenschaftlich fundierte, das Befinden der Patienten berücksichtigende Farbgestaltung in den Praxen und im gesamten Gebäude. Nichts werde dem Zufall überlassen.

Dem Umbau zum Opfer fällt der Irische Pub Limerick, der schließt. Mieter im Haus bleiben die Inhaber des Lotto-/Totoladens.