Ex-Sternekoch Kikillus muss sich vor Gericht verantworten

Ulrike Böhm-Heffels
Die Staatsanwaltschaft hat gegen den ehemaligen Sternekoch David Kikillus Strafbefehl erlassen.
Die Staatsanwaltschaft hat gegen den ehemaligen Sternekoch David Kikillus Strafbefehl erlassen.
Foto: Archivbild: Kikillus
Ex-Sternekoch David Kikillus hat Einspruch gegen einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft eingelegt. Ein Gast hatte Kikillus wegen Betruges angezeigt.

Dortmund. Wie das Dortmunder Amtsgericht am Freitag auf Nachfrage bestätigte, hat Ex-Sternekoch David Kikillus Einspruch gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Dortmund eingelegt. Der Gast, der Kikillus anzeigte, reklamierte, er habe einen Gutschein über 70 Euro weder einlösen können noch erstattet bekommen.

Wie ihm erging es etlichen Gästen nach der Schließung des früheren Kikillus-Restaurants im Hotel Ambiente am Gottesacker zum 5. Mai 2016. Kikillus, der vor elf Monaten vom renovierten Gourmetführer Michelin mit einem der begehrten Sterne ausgezeichnet worden war, hatte den Gästen weder die versprochene Rückerstattung ausgezahlt, noch sein Versprechen wahr gemacht, die Gutscheine könnten in seinem neuen Restaurant eingelöst werden. Das gibt es nämlich nicht. Ehemaligen Angestellten schuldet er zudem die letzten Gehälter.

Strafbefehl sieht 25 Tagessätze vor

Sowohl Gäste als auch frühere Kollegen von Kikillus hatten sich nach der Schließung seines Restaurants - seit Mitte August gibt es neue Betreiber im Hotel Ambiente - an die Presse gewandt. Er selbst ist nicht zu sprechen. Der Strafbefehl gegen ihn sieht eine Geldstrafe von 25 Tagessätzen 10 Euro vor. Die will Kikillus nicht bezahlen. Ein Strafbefehl ist ein vereinfachtes Strafverfahren ohne mündliche Gerichtsverhandlung. Wird allerdings innerhalb von 14 Tagen Einspruch dagegen eingelegt, so wie in diesem Fall, kommt es zur Hauptverhandlung. Ein Termin dafür stehe aber noch nicht fest, so Breuer.