Erste Sanierungs-Phase auf Envio-Gelände ist beendet

Der erste Schritt bei der Sanierung des PCB-verseuchten Envio-Areals im Hafen ist geschafft: Am Montag ging von dort aus der letzte Transport mit noch verwertbarem Material aus der Insolvenzmasse des Unternehmens auf die Reise. Wann die Sanierung des Geländes unter Regie der Bezirksregierung weitergeht, ist indes noch unklar.

Dortmund. Die erste Phase der Beseitigung von PCB-belastetem Material aus einer der von Envio genutzten Hallen auf dem Gelände an der Kanalstraße hat, wie geplant, ein knappes halbes Jahr gedauert. Insgesamt sollten 485 Tonnen Metall aus dem ehemaligen "Schwarzbereich"des Envio-Betriebs abtransportiert werden, das als noch verwertbar gilt.

Auftraggeber für die etwa eine halbe Million Euro teuren Arbeiten ist der Insolvenzverwalter für die Envio Recycling GmbH. Er will Materialreste zu Geld machen, um Gläubiger-Ansprüche befriedigen zu können. Am Montag ging nach Informationen der Bezirksregierung Arnsberg als Aufsichtsbehörde die letzte Fuhre auf die Reise. Die PCB-belasteten Transformatoren und Bauteile wurden zu einer speziellen Behandlungsanlage in Belgien transportiert.

Begleitet wurde die erste Sanierungs-Phase von weiteren juristischen Auseinandersetzungen mit Envio-Geschäftsführer Dirk Neupert, der zeitweise versuchte, den Abtransport von Material zu verhindern. Er ist offensichtlich der Meinung, dass die Erlöse aus dem Verkauf ihm zustehen. Umgekehrt weigert sich die Envio-Muttergesellschaft weiter hartnäckig die Kosten für die Sanierung zu übernehmen. Es laufen noch zahlreiche juristische Verfahren.

Fortsetzung noch unklar

Übrig sind auf dem Envio-Gelände nun noch mehrere Tonnen an nicht mehr verwertbarem Material und die verseuchten Hallen. Um ihre Entsorgung beziehungsweise Sanierung kümmert sich nun die Bezirksregierung Arnsberg.

Wobei sich die Hoffnung auf eine nahtlose Fortsetzung der Sanierungsarbeiten nicht erfüllt. "Nach der Ausschreibung der Arbeiten liegen mehrere Angebote vor. Es sind dazu aber noch Nachverhandlungen nötig", erklärt Behördensprecher Christoph Söbbeler. Eine Entscheidung über die weitere Sanierung werde wohl erst im Herbst fallen.

Oliver Volmerich