Entlassungswelle bei "Conti": Streit geht weiter

Arbeit gibt es offenbar genug, trotzdem herrscht beim Dortmunder Automobilzulieferer "Continental Automotive" weiter dicke Luft. Ende Juni soll eine erste Entlassungswelle rund 60 Mitarbeiter aus dem Unternehmen spülen. Am Dienstag zog eine der Betroffenen vors Arbeitsgericht. Sie will weiterbeschäftigt werden.

Dortmund.. Bei "Conti" in Dortmund-Dorstfeld stehen rund 300 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Hintergrund ist eine Teilverlagerung der Produktion nach Rumänien. Die ersten rund 60 Mitarbeiter hatten bereits im vergangenen Sommer erfahren, dass es für sie in Dortmund keine Zukunft gibt. Die meisten hatten daraufhin einen Aufhebungsvertrag unterschrieben.

Eigentlich sollte für sie schon Ende Januar Schluss sein. Weil die Auftragsbücher aber offenbar noch voll sind, wurde der Abschied aus dem Unternehmen noch einmal um fünf Monate verschoben. Eine der Betroffenen - eine 39-jährige Montagearbeiterin - hat der Verlängerung jedoch nicht zugestimmt. Sie will wieder fest eingestellt werden - und zwar ohne Befristung.

"Ich habe aus purer Existenzangst unterschrieben"

"Ich habe den Aufhebungsvertrag damals aus purer Existenzangst unterschrieben", sagte die 39-Jährige am Rande des Prozesses. "Die haben uns das einfachso schmackhaft gemacht." Heute fühlt sie sich getäuscht. Schließlich gebe es noch immergenug Arbeit.

Ob die Unterschrift unter dem Aufhebungsvertrag tatsächlich rückgängig gemacht werden kann, muss nun das Gericht entscheiden. Das Urteil wird im April erwartet.

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