EasyJet streicht vier von fünf Verbindungen am Flughafen Dortmund

Easyjet streicht weiter seine Verbindungen am Flughafen Dortmund. Foto: WR
Easyjet streicht weiter seine Verbindungen am Flughafen Dortmund. Foto: WR
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Turbulenzen am Flughafen Dortmund: Der Airport kämpft um Rechtssicherheit, womit betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen. Billigflieger EasyJet streicht im Winter vier seiner fünf Verbindungen und fliegt nicht mehr von Wickede nach Budapest, Barcelona, Thessaloniki und Mallorca.

Dortmund.. Nächster Schlag nach dem Abflug von Air Berlin: Dortmunds Flughafenleitung teilte mit, dass EasyJet fast alle Strecken aus dem Programm nimmt. Demnach fehlen EasyJet an anderer Stelle Flugzeugkapazitäten. Deshalb entfallen ab dem Winterflugplan 2012/2013 in Wickede die Flüge nach Budapest, Barcelona, Thessaloniki und Mallorca. Das Ziel London-Luton wird weiter angeflogen.

Der Flughafenbetreiber bemüht sich um Ersatz für die betroffenen Strecken. So stellte bereits die ungarische Wizzair in Aussicht, Frequenzen nach Budapest zu erhöhen. Erste Gespräche laufen auch mit anderen Airlines. Allerdings ist es keine leichte Aufgabe, die Lücke zu schließen - denn: „Klar ist, dass die derzeitigen Rahmenbedingungen wie ein Klotz am Bein wirken“, moniert Flughafengeschäftsführer Markus Bunk.

Weniger verspätete Landungen nach 22 Uhr

115 Mal kamen im Jahr 2011 Flieger nach 22 Uhr am Dortmunder Flughafen an. Aus der turnusmäßigen Vorlage an den Rat geht hervor, dass dies einer Abnahme gegenüber 2010 um 58 Landungen entspricht. Das ist ein minus von 34 Prozent. Die Spannbreite lag in 2011 zwischen zwei und 18 Landungen pro Monat. Laut Bericht erreichten 82 der insgesamt 115 verspäteten Flüge den Dortmunder Flughafen innerhalb der ersten 20 Minuten nach 22 Uhr. Das entspricht 71 aller Spätlandungen in 2011. Von 22.51 bis 23 Uhr erfolgten drei Landungen. Speziell bei späten BVB-Landungen gab es zuletzt immer wieder Ärger.

Die Landerichtung wird durch die Windverhältnisse bestimmt. So erfolgten 29 Flugbewegungen aus westlicher Richtung (also über Dortmund). Dies bedeutet für die dort betroffenen Wohnbereiche, dass im Schnitt etwas mehr als ein Überflug alle zwei Wochen nach 22 Uhr erfolgt. 35 Prozent aller verspäteten Landungen sind auf verspätete Freigaben zurückzuführen.

Airport will Rechtssicherheit

Der Flughafen und Mutter DSW21 wollen gemeinsam die beihilfekonforme Finanzierung des Flughafens absichern. Während einer Sitzung stellte die Flughafenleitung nun dem Aufsichtsrat Überlegungen vor, die langfristig Rechtssicherheit für die Flughafen Dortmund GmbH und für die Mitarbeiter vor dem Hintergrund des EU-Prüfverfahrens schaffen.

„In diesem Zusammenhang verfolgen wir eine gemeinsame Linie mit DSW21, Bund und Land“, machte Bunk während der Sitzung deutlich. Die in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe entwickelten Überlegungen zählen unter anderem Kostenreduzierungen in unterschiedlichen Bereichen des Flughafens auf. Darüber hinaus sehen die Vorschläge auch Maßnahmen im Personalbereich vor, allerdings mit der Maßgabe, dass betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermieden werden.

Zur Erinnerung: Die Stadtwerke AG als Hauptgesellschafter des Airport hat gemeinsam mit dem Flughafen ein Arbeitspapier entwickelt. Gemeinsames Ziel ist es, langfristig Rechtssicherheit für die Flughafen GmbH und für die Mitarbeiter vor dem Hintergrund des EU-Prüfverfahrens zu schaffen. Alle Überlegungen bilden bis dato nur eine Diskussionsgrundlage mit dem Ziel, die Risiken zu minimieren.

 
 

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