DSW21 schaltet dreidimensionale Kino-Werbung

Foto: DSW21

Dortmund. Als deutschlandweit erster regionaler Anbieter haben die Dortmunder Stadtwerke DSW21 im Cinestar eine Werbung in 3D geschaltet - pünktlich zum Start des Blockbusters "Avatar". Die Umwandlung des alten 2D-Werbespots aus dem Jahr 2007 kostete 70 000 Euro.

Kinowerbung. Für die einen ist sie nervig, für die anderen gehört sie einfach dazu. Dass sie neben ihrer Werbebotschaft auch Botschafter des Neuen sein kann, beweisen die Dortmunder Stadtwerke (DSW21). Als deutschlandweit erster regionaler Anbieter haben sie im Cinestar eine Werbung in 3D geschaltet.

Das Wesen des Kinos ist die Bewegung, das bewegte Bild. Umso langweiliger ist es da, wenn gerade Kinowerbung zu beschrifteten Standbildern verkommt. In Zeiten, in denen 3D-Filme immer mehr im Kommen sind, schaltete DSW schnell und ließ rechtzeitig zum Start des Blockbusters „Avatar” einen 2-D-Spot („Herzvorkommen”) in die dritte Dimension verfrachten.

Umwandlung von 2D in 3D kostete 70 000 Euro

Der Clou dieser Produktion, die sich DSW21 gut 70 000 Euro kosten ließ, ist das Herstellungsverfahren. Der Spot, ursprünglich schon im Jahr 2007 in normaler Aufnahmetechnik gedreht, wurde aufwändig mit dem Computer umgewandelt. Bei dem von der Kölner Firma Zoom-Entertainment angewandten Verfahren wurde für die 3D-Darstellung jedes einzelne Filmbild (24 Bilder pro Sekunde) in ein stereoskopisches Filmbild (3D) umgewandelt. 2400 Bilder wurden einzeln bearbeitet und für die realistische 3D-Darstellung optimiert.

Parcours-Artistin schlägt sich durch Dortmunds Innenstadt

In dem Spot, der gut 50 Sekunden lang ist, bewegt sich Deutschlands erfolgreichste Parkours-Artistin Sandra Hess durch die Dortmunder City und überwindet mit atemberaubenden Sprüngen, Salti und Rollen alles, was ihr unter die Füße kommt. Parkours ist die Sportart, die sozusagen den Cross-Lauf in den Städten mit Artistik verbindet und in den Pariser Vorstädten gegründet wurde. Unterlegt mit der Musik der Dortmunder Band „King's Tonic”, sprintet Sandra Hess in drei Dimensionen zu ihrem Liebsten.

Grundsätzlich, so Thomas Steffen von DSW21, könne man jeden Film umwandeln. Doch das Filmmaterial sollte das aufwändige Verfahren auch unterstützen. Etwa durch Bildmotive mit starken Diagonalen (Treppen, Mauern, Geländer) und durch Vorder- und Hintergründe, die den 3D-Effekt verstärken, der durch die Brille und die Silberleinwand im Kino entsteht.

Zweiter 3D-Spot schon in Arbeit

Übrigens: Weil der Spot ein Renner ist, laufen bei den Stadtwerken schon die Vorbereitungen, den nächsten Spot in die dritte Dimension einzutauchen zu lassen.

 
 

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