DSW modernisiert alle 64 Stadtbahn-Wagen in Dortmund

Für etwa 115 Millionen Euro modernisiert DSW21 die gesamte Stadtbahn-Flotte.
Für etwa 115 Millionen Euro modernisiert DSW21 die gesamte Stadtbahn-Flotte.
Dortmund bekommt eine neue Stadtbahn-Flotte — zumindest zum Teil: Betreiber DSW21 will bis 2025 alle 64 Hochflurbahnen modernisieren, 20 neue Bahnen dazukaufen (vielleicht auch 26) und zehn alte Schätzchen aus dem Verkehr ziehen.

Dortmund.. Stadtbahn-Betreiber DSW21 will seine Flotte modernisieren. Bis 2025 werden alle 64 Hochflurbahnen umgebaut. Zudem kommen 20 bis 26 neue Bahnen dazu. Zehn alte werden verschrottet. Die Kosten für Kauf und Modernisierung liegen bei 115 Millionen Euro. Der DSW-Aufsichtsrat hat der Investition am 7. Dezember zugestimmt.

Betroffen ist die komplette Hochflurflotte auf den Stadtbahnlinien U41, U42, U45, U46, U47 und U49. Die 64 Fahrzeuge (B80-Wagen) sind zwischen 1986 und 1999 gekauft worden. Nach etwa 30 Jahren kommen sie jetzt in ein Alter, in dem sie ausgewechselt oder modernisiert werden müssen. Der Umbau startet 2016.

Die 20 (oder 26) neuen Fahrzeuge werden 2015 bestellt und zwischen 2017 und 2019 geliefert. Nach und nach werden auch zehn Wagen (40 Jahre alt!) ausgemustert, die die Stadtwerke 2004 von den Bonner Stadtwerken gebraucht gekauft hatten.

16 Prozent mehr Fahrgäste in zehn Jahren

Nach dem Umbau sollen die Bahnen mehr Fahrgäste ans Ziel bringen können — zum einen durch den Umbau, zum anderen durch eine höhere Taktung dank 20 bis 26 zusätzliche Wagen.

Die Ost-West-Linien (U43, U44) sind mit 47 Niederflurwagen gut aufgestellt. Aber die anderen sechs Linien kommen zu Spitzenzeiten schnell an ihre Grenzen. Denn nicht nur der demografische Wandel macht einen Umbau nötig, sondern auch das Fahrverhalten: In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Fahrgäste um fast 16 Prozent gestiegen.

Umbau kostet über 1 Million Euro — pro Wagen

Die Modernisierung der 64 alten Wagen wird zum Teil in der DSW-Werkstatt in Dorstfeld gestemmt. Kosten pro Fahrzeug: über 1 Million Euro. Der Umbau startet laut Plan aber erst 2016. Bis 2025 soll er abgeschlossen sein. Die modernisierten Fahrzeuge können dann weitere 20 bis 25 Jahre eingesetzt werden. Die Alternative — 64 brandneue Wagen — würde 100 Millionen Euro mehr kosten als die Modernisierung.

Und das wird an den 64 alten Wagen modernisiert:

  • neue Innen- und Außengestaltung
  • Lüftung im Fahrgast-Raum
  • Videoüberwachung
  • Multifunktionsflächen
  • mehr Stellfläche für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen
 
 

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