Dr. Annette Littmann mit 97,14 Prozent OB-Kandidatin der CDU

Dr. Annette Littmann (Mitte) wurde von der CDU mit 97,14 Prozent zur Oberbürgermeister-Kandidatin gekürt.
Dr. Annette Littmann (Mitte) wurde von der CDU mit 97,14 Prozent zur Oberbürgermeister-Kandidatin gekürt.
Foto: Oliver Schaper
Sie hatte noch kein Wort gesagt, als ihr der erste Applaus entgegendonnerte. Erwartungsgemäß hoch war das Wahlergebnis: Dr. Annette Littmann wurde Donnerstagabend in der Kreisvertreterversammlung ohne Gegenkandidaten mit 97,14 Prozent zur Oberbürgermeister-Kandidatin der CDU gewählt. Mit ihr will die CDU bei der OB-Wahl am 25. Mai Oberbürgermeister Ullrich Sierau aus dem Amt heben.

Dortmund. Sie hatte noch kein Wort gesagt, als ihr der erste Applaus entgegendonnerte. Erwartungsgemäß hoch war das Wahlergebnis: Dr. Annette Littmann wurde Donnerstagabend in der Kreisvertreterversammlung ohne Gegenkandidaten mit 97,14 Prozent zur Oberbürgermeister-Kandidatin der CDU gewählt. Mit ihr will die CDU bei der OB-Wahl am 25. Mai Oberbürgermeister Ullrich Sierau aus dem Amt heben.

In ihrer Antrittsrede lieferte Littmann, was die CDU von ihr erwartete. Die 53-Jährige schaltete auf Angriff, nannte Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) einen "zutiefst verunsicherten Mann, der seinen Kompass verloren hat", für das, was gut und sinnvoll für die Stadt sei. Seine Mitwirkung an der Haushaltslüge 2009 sei "bis heute ungeklärt. An dieser Unsicherheit des Herrn Sierau leidet die ganze Stadt", sagte Littmann.

"Wir versinken im roten Sumpf"

12,5 Prozent Arbeitslosigkeit, zunehmende Langzeitarbeitslosigkeit, ein Armutsrisiko höher als in jeder anderen deutschen Stadt, weiter gestiegene Verschuldung. . . "Wir versinken in einem roten Sumpf, der jedes Jahr tiefer wird", so die CDU-Kandidatin. "Das Wohlfühl- und PR-Programm" Sieraus für seine Wiederwahl habe nichts mit der Realität zu tun.

Die Charme-Offensive Sieraus erlebe man nur im Wahlkampf. Der Umgangston im Rathaus sei ein anderer, berichtete Littmann und wurde konkret: "Mein Stil ist es nicht zu brüllen, cholerisch zu werden und Mitarbeiter zur Schnecke zu machen."

Unter Wert regiert

Die Stadt werde unter Wert regiert. Sie wolle, dass das Ansehen Dortmunds wieder steige, sagte Littmann. Der erste Schritt dahin: "Keine Skandale mehr aus dem Rathaus." Sie träume von einer "modernen, effizienten und zukunftsgerichteten Stadtverwaltung". Littmann kündigte an, mit Mitstreitern im Wahlkampf und Bürgern Dortmunds gute Seiten und Problemecken zu erwandern.

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