Dortmunds OB warnt Frei.Wild vor rechten Äußerungen

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Das Konzert der südtiroler Band Frei.Wild am 1. November in der Dortmunder Westfalenhalle schlägt weiter Wellen. Jetzt hat sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau zu Wort gemeldet. Der SPD-Politiker warnt die Band, rechtes Gedankengut zur Schau zu stellen.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat Stellung zum umstrittenen Konzert der südtiroler Band Frei.Wild am 1. November in der Westfalenhalle bezogen. „Weder die Stadt Dortmund noch - nach meiner Kenntnis - der Aufsichtsrat der Westfalenhallen Dortmund GmbH waren im vorhinein über das Konzert von Frei.Wild informiert", so der OB.

Sierau warnt die Südtiroler, die im Ruf stehen, rechtsradikal zu sein: "Sollte die Gruppe bei ihrem Auftritt rechtsextremes Gedankengut äußern oder sollte ihr Auftritt zu einem Kristallisationspunkt für rechtsextreme Manifestationen werden, ist die Band in Dortmund nicht willkommen." In dem Falle sei der Auftritt in der Westfalenhalle der letzte in Dortmund gewesen - "jedenfalls an einem Veranstaltungsort in städtischer Trägerschaft“, schränkt Sierau ein.

Rechtsrock-Experte hält Texte von Frei.Wild für fremdenfeindlich

Die Diskussion um den Auftritt von Frei.Wild war hochgekocht, nachdem der Rechtsrock-Experte und Journalist Thomas Kuban in der TV-Sendung von Günther Jauch der Band rechtsextremes Gedankengut attestiert hatte. Die Texte der Südtiroler seien völkisch und fremdenfeindlich. Der Sänger der Band, Philipp Burger, war in seiner Jugend Sänger der rechten Skinhead-Band "Kaiserjäger". In der jüngeren Vergangenheit hatte sich Burger mehrfach von rechtem Gedankengut distanziert.

Die Dortmunder Polizei sagte der Westfälischen Rundschau auf Anfrage, sie habe die Band und die Fans "im Blick". Die Band selbst hat ihr Sicherheitspersonal angewiesen, keine rechten Äußerungen in der Westfalenhalle zuzulassen, und auch das Tragen einschlägiger Kleidung untersagt.

 
 

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