Dortmunds „Nazi-Woche“ hat begonnen

DerWesten
Foto: WR Dortmund/Knut Vahlensieck

Dortmunds „Nazi-Woche“ hat begonnen. Am Montag kamen etwa 50 Rechtsgesinnte zu einer angemeldeten Kundgebung an die Möllerbrücke, um für sich und ihre Demo am Samstag zu werben. Auch die Gegendemonstration lief friedlich.

Der große Demonstrationstag in Dortmund am 4. September rückt näher. Einen ersten Vorgeschmack gab es am frühen Montagabend an der Möllerbrücke in der westlichen Innenstadt, wo etwa 50 Rechtsgesinnte zu einer angemeldeten Kundgebung zusammenkamen. Gleichzeitig formierten sich auch Linke u.a. aus dem Antifa-Kreis sowie Passanten zum Protest. Ein Großaufgebot von Polizisten (laut Pressesprecher „ausreichend Kräfte“) war vor Ort und hielt die Gruppen auf Distanz. Die beste Nachricht: Alles lief friedlich ab.

Auch in Bochum hatten Rechtsradikale für Montag eine Kundgebung angemeldet, diese fand aber nicht statt. Somit konzentrierte sich die Nazi-Bewegung ab 18 Uhr auf den Dortmunder Sonnenplatz an der Möllerbrücke. Dort wollte sie im Rahmen der Mobilisierungskampagne Werbung für ihre Aktivitäten in Dortmund am Antikriegstag machen. Kurios: Ihre Flugblätter durften sie unter strenger Beobachtung der Polizei, die u.a. auch Kräfte aus Wuppertal und Bielefeld angefordert hatte sowie wegen des Bahngeländes (S-Bahn-Halt Möllerbrücke) von der Bundespolizei unterstützt wurde, nur auf dem Platz verteilen, der Bürgersteig war bereits Tabuzone.

Die Gegendemonstranten - Anwohner wie auch etwa 50 Antifaschisten - protestierten lautstark mit Parolen wie „Nazis raus“ und Trillerpfeifen. Und für die Reden der Rechten interessierte sich so gut wie niemand. So endete das Geschehen um 19.30 Uhr ohne besondere Vorkommnisse.