Dortmunderin alarmiert Feuerwehr per E-Mail

Foto: NRZ

Dortmund. Wenn’s brennt, muss alles ganz schnell gehen. Wenig hilfreich war da der Notruf, den vor ein paar Tagen eine Dortmunderin absetzte – per E-Mail. Die Bitte der Stadt ist also verständlich: Notrufe nur per Telefon. Und nicht per Mail, SMS oder Postkarte...

In der vergangenen Woche erreichte die Dortmunder Feuerwehr ein Notruf per E-Mail. Zwar habe der die Hilfesuchende „nur“ eine Ölspur gemeldet – also keine unmittelbar lebensbedrohliche Situation. Dennoch: E-Mails und SMS sind für Notrufe gänzlich ungeeignet, und Postkarten noch viel mehr... Branddirektor Oliver Nestler, Leiter des Einsatzdienstes, erklärt warum.

Passiert so etwas häufig?

Oliver Nestler: Mit der zunehmenden Verbreitung von internetfähigen Mobiltelefonen steigt auch die Zahl der Hilfeersuchen per SMS. Die an die Feuerwehr gerichteten E-Mail Nachrichten werden jedoch nicht in der Einsatzleitstelle bearbeitet, so dass es zu erheblichen Verzögerungen bei der Entsendung von Einsatzmitteln kommt.

Wie soll der Bürger den Notruf absetzen?

Oliver Nestler: Notrufe sind ausschließlich an die Notrufnummer 112 zu richten. Hier erreichen Hilfesuchende per Telefon einen Mitarbeiter der Einsatzleitstelle . In den Leitstellen von Polizei und Feuerwehr sitzen Profis, die gezielt die richtigen Fragen stellen. Dabei sollte der Anrufer erst auflegen, wenn der Mitarbeiter in der Leitstelle das Gespräch beendet hat.

Was ist mit gehörlosen oder stummen Bürgern?

Oliver Nestler: Über die Notrufnummer 112 können Notrufe von gehörlosen oder stummen Mitbürgern auch per Fax empfangen werden. Einen speziellen Faxvordruck bietet die Dortmunder Feuerwehr für diesen Personenkreis – in mehreren Sprachen – auf unserer Homepage www.feuerwehr.dortmund.de unter dem Button Notruf zum Download an.

 
 

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