Dortmunder zollen Hitzlsperger Respekt für Coming-out

Foto: afp
Auch in Dortmund wird dem 52-fachen Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger großer Respekt für sein Coming-out gezollt. "Eine sehr mutige Entscheidung", heißt es unter anderem vom Dortmunder Dachverband "Slado" und aus der Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente im Amt des Oberbürgermeisters.

Dortmuind.. Thomas Hitzlsperger erntet auch in Dortmund Lob für seine Entscheidung, seine Homosexualität öffentlich zu machen. "Es ist deutlich zu begrüßen, dass er zu diesem Zeitpunkt diesen Schritt gewagt hat", sagt Susanne Hildebrandt, Leiterin der Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente im Amt des Oberbürgermeisters. Es sei an der Zeit, so etwas öffentlich zu machen. Hitzlsperger sei ein Botschafter für das Thema - auch vor dem Hintergrund der Olympischen Winterspiele in Sotchi. Bekanntlich steht Russland wegen seiner Anti-Homosexuellen-Gesetzgebung in der Kritik.

Susanne Hildebrandt wünscht sich, dass nach Hitzlspergers Outing sich auch der Amateurfußball mit dem Thema auseinandersetzt "und das dazu führt, dass es keine dummen Witze mehr gibt."

Überfällige Debatte

Frank Siekmann vom Vorstand des Dachverbandes schwuler, lesbischer und transidenter Vereine und Initiativen in Dortmund (Slado) hält es für "längst überfällig, dass die Debatte angestoßen wird". Gefreut hat er sich über die Unterstützung und Anerkennung aus Politik und Sport.

Der auch für die Zukunft hilfreiche Schritt Hitzlspergers habe ein Tabu gebrochen, nämlich, dass es auch im Sport Lesben und Schwule gibt. Früher habe es immer geheißen, es gebe keine Schwulen imFußball. Jetzt könne man sagen: "Guckt hin, es gibt sie." Siekmanns Wunsch:dass die sexuelle Ausrichtung egal ist, "wo es nur um Leistung geht".

 
 

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