Dortmunder U soll Gratis-WLAN bekommen

Das Dortmunder U ist das vielleicht markanteste Gebäude der Stadt. Auf der Straße ist das Dortmunder U präsent - aber wie ist das in der digitalen Welt? Das Kreativzentrum soll virtuell besser erschlossen werden. Wie das geschehen soll? Zum Beispiel mit Gratis-WLAN für die Besucher.

Dortmund.. Mit seinen prägenden Backsteinmauern, der kubisch-rüstigen Bauweise und dem weißen U auf dem Dach strahlt das Dortmunder U vor allem in der Nacht wie ein Leuchtturm in der Innenstadt. Jetzt soll es ein digitaler Ort werden.Ein kleiner Meilenstein auf dem Weg zum digitalen Ort war die Bereitstellung der Räume für das Foursquare-Barcamp am Wochenende: 80 Menschen, die sich im Internet sehr gut auskennen, diskutierten über Möglichkeiten und Perspektiven des Dienstes. Sie hatten dabei einen kostenfreien Zugang zum W-LAN des Hauses, um kreativ zu arbeiten und zugleich ihre Botschaft übers Netz auch gleich nach außen zu tragen. Davon profitierten sie, ebenso wie das Dortmunder U.

Digitale Erschließung

Was das bedeutet, erklärte Marketing-Leiterin Jasmin Vogel am Samstag bei einer Konferenz im Zentrum für kulturelle Bildung auf der 2. Etage des U. Dort diskutierten an zwei Tagen 80 sehr digital lebende Menschen beim weltweit ersten "Foursquare-Barcamp" genau über solche Themen: Wie kann man Orte besser digital ausgestalten und die Welt um einen herum digital erschließen?

Kostenfreies WLAN

In der Foursquare-Welt ist auch das Dortmunder U vertreten. Nach dem Hauptbahnhof, der Thier-Galerie, dem Signal-Iduna-Park, der Westfalenhalle und einigen Cafs gehört es zu den am stärksten frequentierten digitalen Orten Dortmunds im Foursquare-Netzwerk. Doch die Initiative zum Digitalen Ort ist weit mehr als bloß ein Teil dieses Spiels zu sein: Das U will seinen Besuchern bald einen kostenfreien Zugang zum Internet via WLAN anbieten. Ziel ist, die Ausstellungen in den Museen und Ausstellungshallen multimedialer zu machen: Der Besucher soll mit seinem Smartphone oder Tablet im U in eine begleitende digitale Welt eintauchen können.

Tablet-PCs für Besucher

Eine Kostprobe dessen ist zurzeit schon in einer Ausstellung der Fachhochschule Mainz im U zu sehen: Am Eingang von "Moving Types" ("Bewegende Schriftarten") bekommen die Besucher Tablet-PCs ausgehändigt und können mit der eingebauten Kamera kleine leuchtende Würfel scannen - dann startet ein kleiner Film auf dem Tablet, der ein Beispiel international bedeutender Typografie aus den vergangenen 125 Jahren zeigt.

"Diese Ausstellung zeigt die Möglichkeiten", sagt Jasmin Vogel. Wenngleich sie noch das Manko habe, in sich geschlossen sei: Das Scannen der Lichtwürfel funktioniert nur mit den Leihgeräten, nicht mit dem eigenen Smartphone oder Tablet.
Das Dortmunder U hat beim Foursquare-Barcamp am Wochenende seine Pläne vorgestellt: Es will sich als "digitaler Ort" etablieren, also das Internet für sich und seine Besucher besser nutzen. Wie, das erklären Marketing-Chefin Jasmin Vogel und Berater Markus Kucborski im Interview.

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