Dortmunder Thier-Galerie bekommt den letzten Schliff

In der Thier-Galerie herrscht vor der Eröffnung hektische Betriebsamkeit.
In der Thier-Galerie herrscht vor der Eröffnung hektische Betriebsamkeit.
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.. Der Countdown zur Eröffnung der Thier-Galerie am Westenhellweg läuft. Die Einweihungsgala mit über 1000 geladenen Gästen ist am Mittwochabend — am Donnerstagmorgen öffnen sich die Türen Des ECE-Einkaufszentrums in der Fußgängerzone von Dortmund zum ersten Mal für Besucher.

Aber noch wenige Stunden vor der Eröffnung laufen die Arbeiten im neuen Shopping-Center auf Hochtouren.

So dreht zum Beispiel Jehad Khaldy unermüdlich seine Runden. Mit einem motorisierten gelben Putzwagen fährt er um Müllberge und Absperrungen herum, weicht telefonierenden Shop-Managern aus und wischt im Slalom die Spuren der Arbeiter auf. „Um die 500 Handwerker“ tummeln sich während der Ausbauphase in dem Komplex, schätzt ECE-Center-Manager Alexander Crüsemann.

Überstunden sind selbstverständlich

Der Eingangsbereich wird mit Industriestaubsaugern und Poliermaschine auf Hochglanz gebracht. Die Schaufensterpuppen sind noch nackt, die Rolltreppen abgesperrt, in den Ladenstraßen stapeln sich Paletten und Kartons. Im Schreibwarenladen „Stift + Papier“ herrscht Chaos. „Wir haben eben viele kleine Artikel“, erklärt Bereichsleiterin Lioba Thome. „Das Einräumen geht aber schneller als man denkt. Heute Abend wollen wir fertig sein – dann ist man für Donnerstag entspannter.“

Die Mitarbeiterinnen des Modegeschäfts „Mexx“ planen zwischen Baugerüsten und Leitern die letzten Details. „Die Schaufensterdeko muss noch gemacht, das Lager eingeräumt und die Kasse installiert werden“, zählt Pamela Gzuk die letzten Arbeiten auf. Überstunden haben die Angestellten und Handwerker im Schlussspurt alle angesammelt. 15 bis 20 Stunden die Woche hat Peter Rose gezählt. Der Malermeister verpasst der „Lagnese Happiness Station“ einen Anstrich in kräftigem Rot. „Gott sei dank ist das der letzte Laden. Das ist schon eine nervenaufreibende Sache“, gesteht er.

Neue Ideen umsetzen

Auch im Friseursalon „Haarprofi“ sind noch die Handwerker gefragt. „Wir arbeiten in einem kreativen Bereich. Da gibt es immer noch neue Ideen, die man umsetzen muss“, sagt Heidi Vieweber. „Aber wir liegen gut in der Zeit. Man bekommt da eine gewisse Routine.“ Und tatsächlich: Trotz der geschäftigen Betriebsamkeit ist man in der Galerie von Hektik weit entfernt. Manch einer findet sogar die Zeit, am „Panini“ einen frischen Kaffee zu schlürfen. Schon seit einer Woche ist das Bistro in Betrieb und versorgt die fleißigen Helfer mit belegten Brötchen – zu Baustellenpreisen versteht sich.

Ein frischeres Frühstück dürfte es nur bei der Bäckerei Westermann geben. Denn hier bekommen die ersten Baguettes beim Ofen-Test gerade eine knusprige Kruste. Rolf Kunstmann ist mit der Generalprobe zufrieden: „Wir hatten Anlaufschwierigkeiten, aber jetzt läuft alles astrein“, ruft er über den Baustellenlärm hinweg und hält vorsichtshalber noch den Daumen hoch. Die Regale beim Bio-Bäcker „Backbord“ sind noch leergefegt. „Wir fangen am Donnerstag um 5 Uhr morgens an, damit alles frisch ist“, erklärt Roland Weidenheimer. „Zur Eröffnungsgala ist nur der Chef da – wir müssen schlafen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Fertig – 24 Stunden vor der Eröffnung

Jehad Khaldy kommt gerade zum x-ten Mal mit seinem kleinen Putzgefährt vorbei. In den Shops muss spätestens 24 Stunden vor der Eröffnung alles fertig sein, in der Ladenstraße durfte am Dienstag höchstens noch bis 24 Uhr gearbeitet werden – und so lange wird wohl auch der fahrbare Wischmop im Einsatz gewesen sein.

 

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