Dortmunder Schachtage künftig ohne Handys

Handys verboten: Diese Konsequenz ziehen die Veranstalter der Sparkassen-Open jetzt aus dem Betrugsfall im August. Damals hatte ein Spieler bei den Dortmunder Schachtagen mit seinem Mobiltelefon Spieltipps empfangen, sie in seinem Spiel umgesetzt. Das soll nicht noch einmal passieren.

Dortmund. Der Fall hatte in der Schachwelt für Aufsehen gesorgt: Ein Spieler nutzte beim Dortmunder Sparkassen-Open im August ein Handy. Nicht ganz zufällig. Denn das Mobiltelefon vibrierte vor jedem Spielzug - wie bei einem Morse-Code. Die Züge, die er in den einzelnen Spielen machte, deckten sich mit denen eines Schachcomputers.

Die Turnierleitung kam dem Spieler auf die Schliche, schloss ihn daraufhin vom weiteren Turnier aus. Jetzt ziehen die Veranstalter weitere Konsequenzen.

Was ist erlaubt? Was nicht?

Beim Turnier war beispielsweise fraglich, ob der Spieler überhaupt ein Handy mit an den Spieltisch nehmen durfte. Was ist Betrug, was ist erlaubt? Fragen, die auch nach der Disqualifikation im Raum standen.
Denn der Spieler hatte sich nicht den Regularien des Deutschen Schachbunds unterworfen. Eine entsprechendeRegelung gab es bei dem Turnier nicht.

Unterwerfungs-Erklärung

Der Deutsche Schachbund hat jetzt den Vereinen und Veranstaltern empfohlen, diese Regularien grundsätzlich für ihre Wettkämpfe zu übernehmen. Die Veranstalter des Sparkassen-Open-Turniers wollen sich im Jahr 2014 daran halten.

Demnach gibt es auch in Dortmund ein generelles Verbot elektronischer Kommunikationsmittel im Turnier. Darüber hinaus sollen sich Spieler mit der Anmeldung an das Turnier dem Sanktionssystem des Deutschen Schachbunds unterwerfen.

Der Spieler, der damals betrogen haben soll, ist übrigens mittlerweile aus dem Leistungskader des Deutschen Schachbunds gestrichen worden.