Dortmunder Prostituierte will gegen Sperrbezirk und Straßenstrich-Schließung klagen

Christina Römer
Dortmunder Prostituierte demonstrieren am 24. März 2011 gegen die (damals noch geplante) Schließung des Straßenstrichs. Foto: WAZ-Fotopool
Dortmunder Prostituierte demonstrieren am 24. März 2011 gegen die (damals noch geplante) Schließung des Straßenstrichs. Foto: WAZ-Fotopool
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund. Eine Dortmunder Prostituierte will Klage gegen die Schließung des Straßenstrichs einreichen. „Ich lasse mir nicht meine Existenzgrundlage nehmen“, sagt Dany, die sich schon mit der Organisation der Huren-Demo einen Namen gemacht hatte.

Die Prostituierte Dany will gegen die Sperrbezirksverordnung Klage einreichen. Sie hat einen Anwalt engagiert, der Spezialist für Verfassungsrecht ist. Dieser räume der Klage gute Chancen ein, da die Verordnung ein Eingriff in die freie Berufsausübung sei, meint Dany. „Ich lasse mir nicht einfach meine Existenzgrundlage entziehen“, betonte die Prostituierte, die sich bereits mit der Organisation der Demonstration der Prostituierten gegen die Schließung des Straßenstriches stark gemacht hatte. Die Arbeit im Bordell käme für sie nicht infrage, da sie dort hohe Tagesmieten zahlen müsste.

Die Bezirksregierung sei von den Klageabsichten unterrichtet worden – bereits bevor Regierungspräsident Gerd Bollermann die Ausweitung des Sperrbezirkes bekannt gab. Das Dortmunder Rechtsamt hatte im Vorfeld betont, dass gegen die neue Satzung auf direktem Wege nicht geklagt werden könne.