Dortmunder Neonazi muss zwei Jahre ins Gefängnis

Nazis demonstrieren in Dortmund (Archivbild).
Nazis demonstrieren in Dortmund (Archivbild).
Foto: WAZ FotoPool
Ein Dortmunder Neonazi ist in Münster zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ihm wurden volksverhetzende Äußerungen zum Verhängnis.

Dortmund/Münster.. Ein Dortmunder Neonazi ist in Münster zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Ihm wurden volksverhetzende Äußerungen während einer Demonstration in Münster im März 2012 zum Verhängnis.

Vom Amtsgericht Münster war der Angeklagte zuvor freigesprochen worden. Das Landgericht sah es aber nun als erwiesen an, dass der rechtsextreme Aktivist während der Demo eine "antisemitische Rede" gehalten hat. Es verurteilte ihn wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren Haft. So bestätigt es Gerichtssprecher Dr. Daniel Stenner.

In die Strafbemessung sei auch eine frühere Bewährungsstrafe des Amtsgerichts Dortmund eingeflossen. Zwei Monate der Haftstrafe gelten als bereits verbüßt.

Revision gegen das Urteil ist möglich

Laut Dr. Stenner wurde gegen das Urteil, das in erster Instanz vom Amtsgericht gefällt wurde, von der Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Diese Berufung wurde nun am Landgericht verhandelt. Gegen das Urteil einer zweijährigen Haftstrafe ist, so Dr. Stenner, eine Revision möglich. Das heißt, der Fall kann eventuell auch noch ein weiteres Mal verhandelt werden.

Bei der Nazidemo im März 2012 waren rund 300 Rechtsradikale durch den Norden der Stadt gezogen. Rund 5000 Menschen hatten damals gegen den Aufmarsch protestiert. Es gab 24 Festnahmen wegen Körperverletzungen und 50 Platzverweise. 32 Personen landeten im Polizeigewahrsam, 62 erhielten Platzverweise. Insgesamt blieb der Protest gegen die Nazis aber friedlich.

 
 

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