Dortmunder Musiktheater nimmt zu wenig ein

Die Oper hat in der letzten Saison zu wenig eingenommen. Foto: Franz Luthe
Die Oper hat in der letzten Saison zu wenig eingenommen. Foto: Franz Luthe
Foto: WR
Das Musiktheater hat in der letzten Saison 40 Prozent weniger eingenommen als vorgesehen – diese erschreckende Erkenntnis hält der jetzt veröffentlichte 4. Quartalsbericht des Theaters bereit. Zugleich kündigt das Theater für die Saison 2012/13 eine Erhöhung der Eintrittsgelder an.

Dortmund.. Weniger Einnahmen und Preiserhöhung am Theater Dortmund: Beides geht aus den Unterlagen zur nächsten Sitzung des Kulturausschusses am 26. November hervor. Im Quartalsbericht heißt es: „Die Summe der Einnahmen aus Kartenverkäufen aller Sparten liegt mit 2,65 Millionen Euro unter Plan.“ Dieses Ergebnis für die Zeit vom August 2010 bis 31. Juli 2011 wird vor allem von dem Defizit des Musiktheaters bestimmt. Denn während Schauspiel und Kinder- und Jugendtheater ihr Soll erfüllt haben und Ballett und Philharmoniker leicht darunter liegen, hat die größte Sparte nur Karten für rund 840 700 Euro statt der eingeplanten 1 448 500 Euro verkauft. Die Besucherzahlen lesen sich nicht viel besser: Im Schnitt war weniger als die Hälfte der Plätze verkauft (46,1 Prozent ohne Freikarten) – was die schlechte Auslastung des Musiktheaters 2009/10 mit 50,3 Prozent noch einmal unterbietet. In dieser Hinsicht steht aber auch das Ballett nicht gut da, das nur eine Auslastung von 44,5 Prozent erreichte. Mit Hilfe von Landeszuschüssen und Mehreinnahmen zum Beispiel beim Sponsoring könne das Theater trotzdem ein „ausgeglichenes Jahresergebnis“ vorweisen.

Übersichtlicher

Um das finanzielle Risiko der fünf Sparten auch in Zukunft zu minimieren, will das Theater die Eintrittspreise für die Saison 2012/13 um durchschnittlich fünf Prozent erhöhen. Das Preissystem soll übersichtlicher werden und zugleich die Erträge steigern und die Sozialverträglichkeit gewährleisten.

Entsprechend steigen die Preise zum Beispiel im Musiktheater und dem Ballett in den besseren Kategorien, während sie bei den günstigeren sinken. Kostete eine Premiere in der Oper bislang maximal 55,05 Euro in der teuersten Gruppe, liegt der Preis nun bei 59 Euro – die letzte Preisgruppe sinkt von 20.55 auf 20 Euro.

Damit sind Musiktheater und Ballett tendenziell teurer als Gelsenkirchen, aber günstiger als Essen.

 
 

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