Dortmunder Filmemacher zeigt den Extremismus in der Mitte

Anhänger vom Buendniss Patriotischer Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes Pegida haben si
Anhänger vom Buendniss Patriotischer Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes Pegida haben si
Foto: dpa (Archivbild)
Der Film eines Dortmunder Journalisten vergleicht rechte Bewegungen in Ost und West und erklärt, warum Nazis in Dortmund Außenseiter bleiben.

Dortmund.. Berichte über Angriffe auf Flüchtlinge und Brandanschläge auf deren Unterkünfte reißen nicht ab. Während Initiativen wie "Pegida" in Ostdeutschland mit Demonstrationen mehrere tausend Bürger erreichen, gelingt Nazis in Dortmund der Anschluss nicht. Der Film eines Dortmunder Journalisten vergleicht Ost und West.

Wie funktioniert das System Pegida? Wer ist für aggressive Fremdenfeindlichkeit, Hass und Wut gegenüber Flüchtlingen, deren Unterstützer und Politiker verantwortlich? Wer schürt die Stimmung bei den Bürgern? Die Filmautoren Jo Groll, Torsten Mandalka und Olaf Sundermeyer drehten dafür in Ost und West - auch in Dortmund - und erklären, wie Rechtsextremisten die Wut und die Angst erst verstärken, um dann daraus Kapital zu schlagen. Montag (12. 10.) ist der für Radio Berlin Brandenburg (RBB) produzierte Beitrag "Dunkles Deutschland - Die Front der Fremdenfeinde" um 22.45 Uhr im Ersten zu sehen. Olaf Sundermeyer ist Dortmunder. Recherchen über den Rechtsextremismus führten den Journalisten mit Wohnsitz in Berlin erneut in seine Heimatstadt.

Vermeintlich besorgte Bürger

Zu Wort kommt in der Reportage auch der Rechtsextremismus-Forscher Hajo Funke: "Der rassistische Protest entwickelt sich zu einem Extremismus der Mitte. Das heißt: Neonazis und vermeintlich besorgte Bürger vereinen sich im Hass auf alles Fremde", lautet seine aktuelle Analyse. Täglich Berichte über neue Übergriffe Dresden, Heidenau, Meißen: "Wir sind das Volk" rufende Bürger greifen an der Seite von Neonazis ankommende Flüchtlinge und deren Unterstützer sowie Polizisten an. Dazu kommenden Brandanschläge auf Unterkünfte. Nahezu täglich gibt es Berichte über neue Übergriffe.

Die Recherche führte Olaf Sundermeyer auch nach Dortmund. Hier traf er auf Neonazis. Aber nicht auf Bürger, die während einer Demonstration von Lütgendortmund nach Bövinghausen in Massen mitmarschieren. Der Film zeigt Unterschiede zwischen Ost und West. Und kommt dem Hass auf beiden Seiten sehr nah. "Dunkles Deutschland - Die Front der Fremdenfeinde": Montag (12. 10.) um 22.45 Uhr in der ARD. Wiederholung: Dienstag (13. 10., 21 Uhr), RBB.

 
 

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