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Dortmund: Zoo-Direktor spricht Klartext wegen Corona – DAS trifft die Tiere hart

Das sind die fünf größten Zoos Deutschlands

Das sind die fünf größten Zoos Deutschlands

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Dortmund. Die Zoos in NRW leiden nicht nur finanziell unter der Corona-Krise. Nun hat der Direktor des Zoo Dortmund genau gesagt, wie sich wegbleibende Besucher auf das Gemüt der Tiere im Zoo auswirkt.

Denn die Tiere leiden unter Einsamkeit, wie der Zoo-Direktor von Dortmund nun gegenüber den Ruhrnachrichten sagte.

Direktor vom Zoo Dortmund findet klare Worte zum Zustand der Tiere

„Apokalyptisch-einsam“ sind die Worte, die Frank Brandstätter nutzt, um die Situation der Tiere zu beschreiben. Sie würden die hohen Kinderstimmen und die Menschen an sich vermissen. Es sei so als ob man ihnen den Fernseher weggenommen hätte.

Natürlich spielen auch die Finanzen eine Rolle. Und das nicht nur in Dortmund. Im vergangenen Jahr haben die Zoos in NRW Millionen an Einnahmen eingebüßt, wie sie selbst sagen.

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Das ist der Zoo Dortmund:

  • am 24. Mai 1953 als Tierpark Dortmund eröffnet
  • Gesamtfläche: 28 Hektar
  • bietet rund 1240 Tieren in 223 Arten ein Zuhause
  • mehr als 440.000 Besucher lockt der Zoo in einem normalen Jahr an (Stand 2017)
  • Besuchermagnet ist unter anderem auch Nashorn-Baby Willi. Er wurde am 8. Januar ein Jahr alt

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Schwere Zeiten für Zoos brechen erst noch an

Angesichts des verlängerten Lockdowns sehen sie schwierige Zeiten anbrechen. „Die Kosten laufen weiter – allein 50.000 Euro pro Monat für Futter“, sagte der Sprecher des Duisburger Zoos, Christian Schreiner. „Irgendwann ist bei jedem Zoo der Ofen aus. Eintrittsgelder sind eine Haupteinnahmequelle“, sagt der Direktor des Naturzoos Rheine, Achim Johann.

Nordrhein-Westfalen hatte im Frühsommer 2020 nach dem ersten Lockdown ein Corona-Hilfsprogramm für die Zoos im Bundesland mit insgesamt knapp 12 Millionen Euro Fördervolumen gestartet. Maximal 800.000 Euro pro Zoo wurden ausgeschüttet – Geld, das hochwillkommen war zur Deckung des Defizits, wie mehrere Zoo-Sprecher betonten. Doch das ist lange her. Inzwischen hat sich nach dem erneuten Lockdown Anfang November die Lage wieder verschärft.

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NRW hat größte Zoo-Dichte weltweit

NRW hat nach Angaben der Initiative NRW Partner Zoo die höchste Zoo-Dichte weltweit. Die zwölf größten Zoos und Tierparks des Landes vom Kölner Zoo bis zum Tierpark Rheine zeigen mehr als 40.000 Tiere aus über 1.000 Arten. In normalen Jahren besuchen rund 6,3 Millionen Gäste die Zoos.

Der Zoo-Verband VdZ zeigte sich immerhin „vorsichtig optimistisch“, dass die Zoos die Pandemie überstehen werden. Wenn sich eine Schließung aber noch über mehrere Monate erstrecken sollte, werde es „immer schwieriger“, sagte VdZ-Sprecher Sebastian Scholze. (fb/dpa)