Dortmund

Dortmund: VRR bewertet vier S-Bahnhöfe schlecht – weil sie bei einer Sache durchfallen

Vier S-Bahnhöfe in Dortmund schneiden beim VRR-Test schlecht ab – wegen Graffiti. (Symbolbild)
Vier S-Bahnhöfe in Dortmund schneiden beim VRR-Test schlecht ab – wegen Graffiti. (Symbolbild)
Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services
  • Vier S-Bahn-Stationen schneiden schlecht ab
  • VRR sieht dringenden Verbesserungsbedarf
  • Darum sind die Bahnhöfe in einem inakzeptablen Zustand

Dortmund. Vier S-Bahn-Haltestellen in Dortmund sind in einem „nicht akzeptablen Zustand“. Das schlussfolgert der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in seinem aktuellen Stationsbericht.

Bei den S-Bahn-Stationen Lütgendortmund, Körne-West, Nette/Oestrich und Dortmund-West sieht der VRR dringenden Verbesserungsbedarf.

Dortmund: Schlechte Noten wegen Graffiti

Entscheidend für die schlechten Bewertungen seien Graffiti in Zugangsbereichen und Bahnsteigen. „Sie tragen erheblich dazu bei, dass Fahrgäste einen negativen Eindruck von einer Station gewinnen“, teilt der VRR mit.

Laut der Deutschen Bahn haben Graffitischäden rund einen Viertel des Gesamtergebnisses im Stationsbericht ausgemacht. Das habe dann maßgeblich dazu geführt, dass einzelne Bahnhöfe abgewertet worden seien.

In den anderen Bereichen gut abgeschnitten

Wie stark das Kriterium Graffiti die Gesamtbewertung beeinflusst, zeigen die Bahnhöfe Lütgendortmund, Körne-West und Nette/Oestrich. Denn der VRR bewertet sie in den übrigen beiden Bereichen Funktion und Sauberkeit sehr gut.

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Graffiti ein grundsätzliches Problem

Graffiti stellen bei der Deutschen Bahn einen Schwerpunkt der Vandalismusdelikte dar. Im vergangenen Jahr habe sie rund 2,8 Millionen Euro für die Reinigung der NRW-Bahnhöfe ausgegeben.

Ein VRR-Sprecher teilt gegenüber DER WESTEN mit, dass die Graffiti ein grundsätzliches Problem seien: „Kurz nach der Reinigung sind die gleichen Stellen wieder beschmiert.“

Graffiti-Künstler gegen Vandalismus beauftragt

Wie kann die Deutsche Bahn als Betreiber der S-Bahnhöfe gegen diesen scheinbar aussichtslosen Kampf gewinnen? Eine Lösung kennt sie bereits. Die Deutsche Bahn beauftragt Sprayer, die Personen-Unterführungen in Bahnhöfen künstlerisch gestalten sollen: „Unter Sprayern gilt, dass in Auftrag gegebene Graffiti hoch anzusehen sind und nicht beschmiert werden dürfen. Dies verbietet der Ehrenkodex.“ In Hagen kommen sie beispielsweise bei den Fahrgästen gut an.

 
 

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