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Polizei Dortmund verrät nach Festnahme neue Details +++ mutmaßlicher Sexualstraftäter (24) gefasst +++ Zufall brachte Polizei auf entscheidende Spur

Polizei Dortmund verrät nach Festnahme neue Details +++ mutmaßlicher Sexualstraftäter (24) gefasst +++ Zufall brachte Polizei auf entscheidende Spur

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Anhand dieses Phantombilds sucht die Polizei einen Mann, der drei Frauen sexuell belästigt haben soll. (Symbolbild) Foto: Volker Hartmann/FUNKE Foto Services/ Polizei Dortmund

Dortmund. 

Die Polizei Dortmund hat den Mann gefasst, der innerhalb der letzten zwei Wochen mehrere Frauen überfallen haben soll. Der 24-jährige Rumäne lebte schon länger in Dortmund, war aber nicht gemeldet.

Angriffe auf Joggerin in Dortmund

Die Überfälle begannen mit einem Vorfall am 13. August. Damals überfiel ein Unbekannter eine Joggerin in einem kleinen Wäldchen (Hacheneyer Straße / Zillestraße) nahe des Dortmunder Zoos.

Nach Angaben der Frau würgte der Mann sie, zog das Shirt des Opfers hoch und dessen Hose herunter.

In ihrer Verzweiflung versuchte sie ihren Peiniger durch Ansprechen von der Tat abzuhalten, bot ihm schließlich an, ihn mit der Hand zu befriedigen. Darauf ging er ein und flüchtete anschließend Richtung Hacheney.

Zwei weitere Frauen in Dortmund überfallen

Zu zwei weiteren Vorfällen kam es am Samstag, 18. August, gegen 11.30 Uhr. Erneut überfiel ein Unbekannter eine Joggerin und zwang sie zu sexuellen Handlungen.

Nur wenigen Stunden später gab es einen dritten Überfall. Ein Unbekannter überfiel einen 49-Jährige auf einem Spielplatz zwischen Westerfilder- und Wenemarstraße. Die Frau konnte sich aber befreien und flüchten.

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+++ Hier kannst du den Live-Ticker aktualisieren +++

16.17 Uhr: Für 16.30 Uhr hat die Polizei Dortmund eine Pressekonferenz angekündigt. Wir berichten live über neue Details und den mutmaßlichen Tatverdächtigen, der festgenommen wurde.

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16.27 Uhr: Im Vorhinein hatte sich die Polizei Dortmund für die kurzfristige Ansetzung der PK entschuldigt. Immerhin wurden Medienvertreter erst eine Stunde zuvor benachrichtigt.

16.36 Uhr:

Mit etwas Verspätung startet die PK. Ein Fernsehteam musste noch sein Equipment aufbauen.

16.37 Uhr: Anwesend sind unter anderem Polizeisprecherin Cornelia Weigand, Polizeipräsident Gregor Lange, Staatsanwältin Hildesheim und Ermittlungsleiterin Josten anwesend.

16.40 Uhr: „Sexuelle Übergriffe im öffentlichen Raum sind eine Seltenheit“, so der Polizeipräsident. Er sei froh, dass der vermutliche Täter geschnappt wurde. Er sei sich bewusst, dass solche Fälle auf ältere Frauen Ängste auslösen.

16:41: Er sei sich bewusst, dass solche Übergriffe Auswirkungen auf das subjektive Sicherheitsgefühl auslösen. Daher habe die Polizei nach der ersten Attacke am 13. August „alle Hebel“ in Gang gesetzt, um ihre Aufgaben zu erledigen.

16.43: Polizeipräsident Lange bedankt sich bei allen Behörden für die enge Zusammenarbeit. Unter anderem hätten LKA, Staatsanwaltschaft und rumänische Behörden zusammengearbeitet. Auch an die Bürger richtet er Dank aus. Sie hätten viele Hinweise geliefert. Daraus leitet er ab, dass die Bevölkerung der Polizei Dortmund vertraut. Durch die Festnahme sei das Vertrauen gerechtfertig gewesen.

16.45: „Täter müssen damit rechnen, dass sie nach solchen Taten gefasst werden“, sagt Lange weiter.

16.46: Nun spricht die Staatsanwaltschaft. Ein Pressesprecher lobt die Zusammenarbeit mit der Polizei. Ein 24-jähriger rumänischer Staatsangehörige wurde dem Richter vorgeführt.

16.48: Durch die Spurensicherung sei klar gewesen, dass es sich um den gleichen Täter handeln müsse. Bei den Spuren handelte es sich zum Teil um DNA-Spuren. Der Täter war nicht in einer deutschen Kartei registriert. Bei Abgleich mit ausländischen Karteien hätte sich die rumänische Behörde gemeldet. Dort war der Verdächtige bereits registriert. Daher sei der Zusammenhang hergestellt worden. Auch in Deutschland sei der mutmaßliche Täter durch „Erschleichung von Leistungen“ auffällig geworden.

16:50: Einem Polizisten außer Dienst war der Mann an einer U-Bahn-Station in Dortmund-Mitte aufgefallen. Dadurch hätte der Mann gestellt werden können. Der Tatverdächtige hätte bei seiner Vernehmung rumgeiert, so die Staatsanwaltschaft. Er gab zwar zu, in der Nähe der Tatorte gewesen zu sein. Jedoch räumte er lediglich in einem der Fälle leichte Gewalteinwirkung ein. Von einer geständigen Einlassung kann nicht gesprochen werden. Durch die Spurenauswertung wird aber davon ausgegangen, dass der richtige Mann gefasst wurde.

16.53: Auch die geschädigten Frauen sollen nochmal angehört werden. Der Rumäne soll auch einer psychischen Untersuchung unterzogen werden.

16:54: Nun meldet sich Ermittlerin Josten zu Wort: „Der Fall hat uns nicht losgelassen. Es war ein herausragendes Delikt. So etwas ist in Dortmund sehr selten.“ Als feststand, dass ein Täter an allen drei Fällen beteiligt war, habe die Polizei mehr „man power“ investiert.

16.57: Der Mann habe keinen festen Wohnsitz gehabt. Unter anderem soll er sich in einer Bude in der Dortmunder Nordstadt aufgehalten haben. Er hat in Dortmund gewohnt, war aber nicht wirklich greifbar. Dabei habe er nicht gezielt nach seinen Opfern gesucht. Es seien eher Zufallsbewegungen gewesen.

16.58: In Rumänen sei er wahrscheinlich wegen Raubs polizeilich in Erscheinung getreten.

16.59: Der Polizist, der nicht im Dienst war, hatte das Fahndungsfoto im Hinterkopf. Dadurch habe er den Mann an der U-Bahn-Station wiedererkannt und einem Kollegen Bescheid gegeben. Dadurch, dass der mutmaßliche Täter sich im kompletten Dortmunder Raum aufgehalten habe, seien alle Beamten alarmiert gewesen.

17:01: Die Festnahme habe gegen 12.39 Uhr stattgefunden. Durch eine auffällige Tätowierung und den Personalausweis sei sich die Polizei sehr schnell sicher gewesen, den Richtigen gefangen zu haben. Laut der persönliche Meinung von Ermittlerin Jost sehe der Gefasste nicht dem Mann auf dem Phantombild ähnlich. Andere hätten aber durchaus Ähnlichkeiten gesehen.

17:03: Der Rumäne habe zeitweise für eine rumänische Reinigungsfirma gearbeitet. Weitere Jobs seien schwer zu ermitteln. Auch, ob der Mann zuvor woanders in Deutschland gelebt hat, ist nicht klar.