Dortmund

Dortmund: Drogendealer (23) soll zwei Mädchen vergewaltigt haben – nach erster Tat wurde er sogar noch laufen gelassen

Prozess in Dortmund (Symbolbild).
Prozess in Dortmund (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Dortmund. Prozessbeginn gegen einen mutmaßlichen zweifachen Vergewaltiger aus Dortmund!

Zubyr S. (23) soll im Juni und Juli in Dortmund zwei damals 11 und 13 alte Mädchen vergewaltigt haben. Am Dienstag startet der nicht-öffentliche Prozess am Landgericht Dortmund.

Dortmund: Mann soll zwei Mädchen vergewaltigt haben

Der Fall hatte im Sommer für Aufregung gesorgt! Die erste Tat soll sich in der Nacht vom 19. auf den 20. Juni 2020 ereignet haben. Hier soll der Angeklagte im „Ali-Park“ an die damals Elfjährige, die sich ein Jahr älter ausgab, einen Joint übergeben haben. Diesen soll das Mädchen, dass seit ihrem zehnten Lebensjahr Cannabis konsumiert, in Anwesenheit des Angeklagten konsumiert haben.

Als sie merkte, dass der Joint stärkere Wirkungen entfaltete, als von ihr angenommen, soll sich laut Anklage gemeinsam mit dem Angeklagten in dessen Wohnung gegangen sein, um dort zu übernachten.

Angeklagter kommt nach wenigen Tagen auf freien Fuß

Doch vor der Haustür sollen ihr Zweifel gekommen sein. Der Angeklagte soll die Zeugin daraufhin in seine Wohnung gezogen und sie vergewaltigt haben.

Der 23-Jährige war nach Bekanntwerden der ersten Tat in Untersuchungshaft gekommen, nach einigen Tagen aber unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Damals hatten die Behörden keine Fluchtgefahr oder Wiederholungsgefahr gesehen.

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Dortmund: Angeklagter soll Mädchen in Keller gelockt haben

So konnte es offenbar zur zweiten angeklagten Tat kommen. Am Nachmittag des 24. Juli soll er ein 13-jähriges Mädchen unter einem Vorwand in einen Fahrradkeller gelockt haben und dort gegen ihren Willen sie zum Sex gezwungen haben.

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Der Fall Zubyr S.:

  • 19. auf 20. Juni: Mutmaßliche Vergewaltigung einer Elfjährigen
  • 21. Juni: Festnahme und U-Haft, nach einigen Tagen ist Angeklagter wieder auf freiem Fuß
  • 24. Juli: Angeklagter soll 13-jähriges Mädchen in Fahrradkeller gelockt und zum Sex gezwungen haben
  • 25. Juli: Festnahme. Seither sitzt der Angeklagte in U-Haft und schweigt

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NRW-Minister forderte Abschiebung

Neben dem zweifachen sexuellen Missbrauch von Kindern wirft die Staatsanwaltschaft dem 23-Jährigen vor, mit Drogen gehandelt zu haben. Bei ihm waren 152,2 Gramm Marihuana in in kleinen Druckverschlusstüten entdeckt worden.

+++ Dortmund: Anklage gegen Zubyr S.! Er soll zwei Mädchen vergewaltigt haben – nach erster Tat wurde er noch laufen gelassen +++

Der Angeklagte stammt aus Afghanistan, besitzt jedoch einen Aufenthaltstitel für Deutschland. Er soll in Dortmund bereits wegen Drogenhandel und Körperverletzungen aufgefallen sein. Joachim Stamp (FDP) hatte nach dem Fall harte Maßnahmen gegen den Angeklagten gefordert. Gegenüber „Bild“ sagte der stellvertretende NRW-Ministerpräsident: „Dieser widerwärtige Täter muss nicht nur verurteilt, sondern nach der Haft direkt nach Afghanistan abgeschoben werden. Er darf in Deutschland nie mehr frei herumlaufen.“

Ein Urteil soll im Februar 2021 fallen.