Dortmund

Dortmund: Brutaler Serien-Vergewaltiger lauerte seinen Opfern am Hauptbahnhof auf – das war seine üble Masche

Am Hauptbahnhof Dortmund schlug ein mutmaßlicher Serientäter mehrfach zu.
Am Hauptbahnhof Dortmund schlug ein mutmaßlicher Serientäter mehrfach zu.
Foto: imago images / Rüdiger Wölk

Dortmund. Seine Masche war immer gleich!

Er lauerte laut Anklage seinen Opfern am Hauptbahnhof in Dortmund auf, folgte und verging sich an ihnen. Am Dienstag steht Hysen T. (32) in Dortmund vor Gericht.

Dortmund: Mann lauert Opfern am Hauptbahnhof auf

Der Vorwurf: Raub in Tateinheit mit Vergewaltigung und Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung und Vergewaltigung in Tateinheit mit Raub und Körperverletzung.

Kurz nach Mitternacht des 7. Dezember 2019 soll der Angeklagte sein weibliches Opfer bis in ihre Wohnung in Dortmund verfolgt haben. Als die Frau in ihrem Mehrfamilienhaus auf den Aufzug wartete, soll sie der mutmaßliche Täter laut Anklage mit den Händen am Hals gepackt, sie an die Wand gedrückt und gewürgt haben.

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Angeklagter lässt schwer verletzte Frau im Keller liegen

Auch habe er sie mit der Faust mehrfach ins Gesicht geschlagen, bis sie bewusstlos wurde. Dann soll Hysen T. sie in den Keller gezogen haben und gegen ihren Willen sexuelle Handlungen an ihr ausgeführt haben.

Anschließend sei er mit dem Rucksack und der Geldbörse des Opfers geflüchtet und habe die schwer verletzte Frau im Keller einfach liegen gelassen.

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Schläge ins Gesicht und mit Glasflasche

Genau eine Woche später schlug der Mann laut Staatsanwaltschaft erneut zu. Diesmal verfolgte er die Geschädigte vom Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhof bis zu ihrer Wohnanschrift.

Dort angekommen soll er ihr ins Gesicht geschlagen haben, sodass diese zu Boden fiel. Auch mit einer abgebrochenen Glasflasche und einer Glasscherbe soll er auf sein Opfer losgegangen sein. Durch Hilferufe der Frau kam ein Zeuge hinzu. Der Angeklagte flüchtete daher.

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Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • hat 12 Stadtbezirke mit 62 Stadtteilen
  • ist mit Flughafen und Hauptbahnhof wichtiger Verkehrsknotenpunkt
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Ullrich Sierau (SPD)

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Gleiche Masche vor mehreren Jahren

Bereits mehrere Jahre zurück liegt die dritte Tat, für die sich der Angeklagte vor Gericht verantworten muss. Wieder sei er vom Hauptbahnhof seinem Opfer gefolgt, habe sie in Höhe des Karstadt-Hauses auf der Kampstraße von hinten gepackt, ihr den Mund und die Nase zugehalten und sie gewürgt.

Dem Angeklagten sei es gelungen, den Kopf der Frau auf den Boden zu drücken, sie zu küssen und sexuelle Handlungen gegen ihren Willen an ihr auszuführen. Die Frau wehrte sich heftig, sodass der Angeklagte ihr mit der Faust ins Gesicht schlug. Das Opfer konnte sich letztlich losreißen und weglaufen.

Für den Prozess sind drei Termine angesetzt. Ein Urteil könnte am 21. Juli fallen. (ms)

 
 

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