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Dortmund: Vapiano macht erste Filiale in Deutschland dicht!

Die kirselnde Kette Vapiano schließt ihre erste Filiale in Dortmund.
Die kirselnde Kette Vapiano schließt ihre erste Filiale in Dortmund.
Foto: imago images / A. Friedrichs

Dortmund. Der kriselnde Restaurant-Riese Vapiano macht seine erste Filiale dicht. Gegenüber der „Bild“ bestätigt Vapiano-Franchisepartnerin Sabine Koegel das Aus zum 30. Mai. Betroffen ist das Restaurant an der Kleppingstraße in Dortmund, die Niederlassung an der Silberstraße bleibt bestehen.

Dadurch, so Koegel, soll das Angebot „zukünftig profitabel konzentriert“ werden. Die 50 Mitarbeiter sollen auf andere Vapiano-Filiale umverteilt werden.

Noch im Februar hatte das Unternehmen angekündigt, weniger expandieren zu wollen und stattdessen die Abläufe effizienter zu gestalten.

Dortmund: Vapiano schließt erste Filiale in Deutschland

Ziel sei unter anderem, die Wartezeiten für Gäste zu verringern, teilte das Vapiano am Samstag mit. Arbeitsplätze stünden nicht im Fokus, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Es gehe vor allem darum, die Profitabilität wiederherzustellen (>> hier mehr dazu lesen).

„Nach einem operativ sehr enttäuschenden Geschäftsjahr 2018 werden wir das Jahr 2019 nutzen, um einen strategischen Übergang zu schaffen und die Komplexität unseres Geschäftsmodells deutlich zu reduzieren“, sagte Vapiano-Chef Cornelius Everke in einer Mitteilung.

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Erzielten Umsatz nicht erreicht

Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) war das Unternehmen 2018 laut den vorläufigen Kennziffern unter den eigenen Zielen geblieben. Der Umsatz liege bei rund 370 Millionen Euro und damit unter der erst im November gesenkten Spanne von 375 bis 385 Millionen Euro, gab Vapiano am Freitagabend bekannt.

Das bereinigte Ebitda liege bei 29 bis 31 Millionen Euro. Geplant waren 34 bis 38 Millionen Euro.

Strategie infrage gestellt

Vapiano hatte die eigenen Prognosen für das Jahr 2018 zuerst im September 2018 und dann nochmals im November gesenkt und zuletzt den Chef ausgetauscht.

Die Restaurantkette stellt ihre Strategie infrage und richtet sie neu aus, um eine nachhaltige Profitabilität sicherzustellen. Dafür würden auch „Prozesse und Arbeitsabläufe innerhalb der Restaurants deutlich angepasst werden“, teilte das Unternehmen mit.

Im vergangenen Jahr führte Vapiano 231 Restaurants in 33 Ländern. (dpa/mb)

 
 

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