Dortmund: Tierschützer kommen zu Zuchtanlage – was sie vorfinden, schockt selbst die Polizei

In Dortmund haben Tierschützer in einer ehemaligen Zuchtanlage furchtbares Tierleid aufdecken müssen.
In Dortmund haben Tierschützer in einer ehemaligen Zuchtanlage furchtbares Tierleid aufdecken müssen.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Es war ein Anruf bei einem Tierschutzverein in Dortmund, der für alle Beteiligten mit einem großen Schock endete.

Am Wochenende wurden Mitglieder der Organisation „Arche90“ zu einer ehemaligen Zuchtanlage in Dortmund-Brechten gerufen – was sie dort vorfanden, haben die Tierschützer so noch nie gesehen.

Dortmund: Schockierende Entdeckung in Zuchtanlage

Ein Hinweisgeber hatte die Organisation telefonisch auf die ehemalige Zuchtanlage in Dortmund-Brechten aufmerksam gemacht, die einem älteren Pärchen gehört.

Vor Ort bietet sich den Tierschützern ein unfassbares Bild: fünf Rauhaardackel, eine kniehohe Mischlingshündin, 20 bis 30 Ziertauben, 10 bis 20 Kaninchen und eine unbekannte Anzahl an Wachteln waren unter schlechten Bedingungen in der Anlage eingepfercht.

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Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • hat 12 Stadtbezirke mit 62 Stadtteilen
  • ist mit Flughafen und Hauptbahnhof wichtiger Verkehrsknotenpunkt
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Ullrich Sierau (SPD)

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Wie „Arche90“ selbst auf seiner Facebook-Seite und Homepage schildert, sind die Tiere „in einem entsetzlichen Zustand“.

Und: „Selbst die Polizei, die uns bei unserem Einsatz begleitete, war schockiert.“ Auf mehreren Bildern ist das Leid der Tiere erkennbar, alle sind völlig verwahrlost.

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Dortmund: „Man konnte die Haut kaum noch erkennen“

Einem Rauhaardackel-Weibchen ging es besonders schlecht, schreiben die Tierschützer: „Ihr Fell war schwarz vor lauter Flohkot, man konnte die Haut kaum noch erkennen. Außerdem klaffte ein großes Loch im Zahnfleisch der Hündin.“ Ihr Zustand gleicht einem Albtraum: „In der Wunde im Zahnfleisch hatten sich bereits Maden eingenistet, die Gänge bis zum Gehirn gegraben hatten.“

Sie wurde in einen Tierklinik nach Ahlen gebracht, konnte dort aber nur noch von ihren Qualen erlöst werden – und starb in den Armen ihrer Helfer.

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Aufgrund der Masse an verwahrlosten Tieren bittet der Tierschutzverein aus Dortmund um Unterstützung – und erhält diese von vielen Tierliebhabern, die auf Facebook anbieten, verwaiste Tiere aufzunehmen.

Mittlerweile kann sich „Arche90“ vor Anfragen kaum retten – deshalb ist die Chance groß, dass die Tiere aus Dortmund-Brechten doch noch in liebevolle Hände kommen. (kv)

 
 

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