Dortmund

Dortmund: Tedi-Mitarbeiter gehen auf die Barrikaden – das steckt dahinter

Tedi-Mitarbeiter gehen am Montag auf die Straße. (Symbolbild)
Tedi-Mitarbeiter gehen am Montag auf die Straße. (Symbolbild)
Foto: dpa

Dortmund. Ärger für Tedi in Dortmund: Die Mitarbeiter der Dortmunder Logistik Gesellschaft (DLG) legen am Montag ihre Arbeit nieder. Damit folgen die Angestellten einem Aufruf zum Warnstreik der Gewerkschaft Verdi.

Grund dafür sei der Umgang des zur Tengelmann-Gruppe gehörenden Unternehmens mit seinen Lagerarbeitern aus Dortmund, die „alles andere als großartig behandelt werden“, klagt Silke Zimmer, Verdi-Fachbereichsleiterin Handel in Nordrhein-Westfalen.

Tedi-Mitarbeiter streiken in Dortmund - mit diesem Ziel

Zwar seien die Beschäftigten beim größten Non-Food-Händler beschäftigt. Der Expansion des Unternehmens schlage sich nach Silke Zimmers Angaben aber nicht in der Bezahlung wieder.

„Sie haben für ihre gute und körperlich anspruchsvolle Arbeit eine tarifliche Entlohnung verdient. Leider wird ihnen diese vom Arbeitgeber verwehrt“, klagt die Verhandlungsführerin im Handel. Ziel des Warnstreiks ist die tarifliche Bezahlung der Mitarbeiter am Tedi-Standort in Dortmund. Doch es geht längst nicht nur um die Vergütung.

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Schlechte Bezahlung, hoher Druck und Überstunden

Nach Verdi-Angaben sollen die Löhne beim Tedi-Tochterunternehmen teilweise fast 20 Prozent unterhalb tariflicher Vergütungen liegen. Außerdem würden sich die Beschäftigten über hohen Arbeitsdruck und reichlich Überstunden beklagen.

Dafür würden nach Verdi-Angaben keine tariflichen Zuschläge gezahlt.

Das sagt Tedi

Der Streik habe nach Angaben des Unternehmens bislang geringe Auswirkungen auf die Abläufe im Zentrallager und die Versorgung der Filialen.

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Auf Nachfrage von DER WESTEN verwies Tedi auf die Verantwortung seines Tochterunternehmens. Aber: „Wir sind generell der Ansicht, dass sich die Tätigkeiten in der Logistik deutlich von den Anforderungen im Einzelhandel unterscheiden, weswegen wir die Forderung nach Einführung des Einzelhandelstarifvertrages ablehnen“, so eine Unternehmenssprecherin.

Das bedeute allerdings nicht, dass alle DLG-Mitarbeiter weniger verdienen würden als tariflich gebundene Kollegen. „Teilweise liegen die Gehälter unserer Kollegen darüber.“

 
 

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