Dortmund-Tatort hat Premiere auf Lüner Kinofest

Beate Rottgardt
Macht den "Tatort" aus Dortmund regelmäßig zum Ereignis: Schauspieler Jörg Hartmann (als Kriminalhauptkommissar Peter Faber).
Macht den "Tatort" aus Dortmund regelmäßig zum Ereignis: Schauspieler Jörg Hartmann (als Kriminalhauptkommissar Peter Faber).
Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa
Der nächste Dortmund-Tatort "Hydra" läuft erst im Januar - doch schon zwei Monate vorher werden ihn einige hundert Faber-Fans sehen können. Der Film über den Mord an einer Neonazi-Größe wird in Dortmunds Nachbarstadt Lünen beim Kinofest gezeigt. Der Krimi greift ein heikles Thema auf.

Dortmund/Lünen. Der nächste Dortmunder Tatort wird zunächst im Kino gezeigt, bevor in der ARD ausgestrahlt wird. Die TV-Premiere ist für Januar 2015 geplant, doch die Besucher des Lüner Kinofests haben bereits zwei Monate vorher die Chance, den Krimi, der in der Neonazi-Szene spielt, zu sehen.

"Auf diesen Tatort sind sicher viele Leute neugierig, deshalb freuen wir uns, ihn vor der Fernsehausstrahlung zeigen zu können", so Kinofestleiter Mike Wiedemann. Zu sehen ist der Film am 15. November um 19 Uhr. Karten kosten 8 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder auf der Seite des Kinofests.

Darum geht es im Fall

Die Dortmunder Kommissare suchen den Mörder von Kai Fischer, der als Kopf der örtlichen Neonazi-Szene galt. Dessen hochschwangere Frau Tanja ist sich sicher, dass die Leiterin einer Beratungsstelle gegen rechte Gewalt hinter der Tat steckt.

Ein Motiv hätte sie gehabt: Auch ihr Mann war das Opfer eines Mordanschlags geworden. Dringend tatverdächtig war damals das Opfer Kai Fischer. Doch die Indizien hatten für eine Überführung nicht ausgereicht.

In den Fokus rücken die jungen Kommissare Daniel Kossik (Stefan Konarske) und Nora Dalay (Aylin Tezel). Kossiks Bruder gehört zum harten Kern der rechtsextremen Gruppierung "Nationale Soziale".

Er gerät bei den Ermittlungen rund um den Mord am Neonazi-Anführer Fischer ins Visier. Als gefährlich erweist sich der Fall auch für Nora Dalay: Gegenüber Fischers Gefolgsleuten nimmt sie kein Blatt vor den Mund und wird wenig später von einer Gruppe Rechtsradikaler überfallen.