Dortmund

Dortmund: Frau sieht diese Konstruktion am Phoenixsee und ist verwirrt – DAS steckt dahinter

Verwirrung am Phoenixsee – über eine seltsame Konstruktion!
Verwirrung am Phoenixsee – über eine seltsame Konstruktion!
Foto: imago images / Peter Schickert

Dortmund. Huch, was ist das denn für eine seltsame Konstruktion in Dortmund?

Heike Freistühler ist am Wochenende am Phoenixsee in Dortmund entlangspaziert, als ihr das seltsame Bauwerk auffiel. Was haben sich die Erbauer bei diesem rostigen Turm nur gedacht?

Dortmund: Seltsame Konstruktion am Phoenixsee sorgt für Fragezeichen bei den Passanten

Ein Jenga-Turm? Paletten? Oder Schrott? Diese mehr oder weniger ernst gemeinten Vorschläge liefern ihr andere Dortmunder, nachdem sie ein Bild von der seltsamen Konstruktion in einer Facebook-Gruppe geteilt hatte.

Heike selbst hatte den Turm aus der Ferne für eine Art Lager für die umliegenden Baustellen gehalten, doch bei näherer Betrachtung fielen ihr die zahllosen Kabel daran auf.

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Das steckt hinter dem mysteriösen Turm

Eine Antwort unter dem Posting in der Gruppe bringt schließlich Licht ins Dunkel: Es handelt sich um eine Gedenkstätte, die an die rund 80.000 Zwangsarbeiter in Dortmund während des Zweiten Weltkriegs erinnern soll.

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Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • ist mit 588.250 Einwohnern (Stand: Dezember 2019) die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • ist mit Flughafen und Hauptbahnhof wichtiger Verkehrsknotenpunkt
  • Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum

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Noch ist das 4,50 Meter hohe und neun Quadratmeter große Gebilde aus geschichteten Stahlblechen mit einem Bauzaun umgeben. Nach der endgültigen Fertigstellung soll es dann begehbar sein. Beleuchtete Boxen informieren über Zwangsarbeit in Dortmund, vertiefendes Wissen gibt es im Innern des Stahlblocks.

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Der Standort am Südufer des Sees ist nicht zufällig gewählt: An dieser Stelle befand sich einst das Eingangstor zum Stahlwerk, in dem Tausende Zwangsarbeiter eingesetzt waren.

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Heike fürchtet zwar, dass Menschen das Mahnmal mit einem Klettergerüst verwechseln und dabei stürzen könnten. Für sie ist es dennoch wichtig, an diese düstere Zeit in der Stadt zu erinnern: „Vom Grundsatz her finde ich Erinnerungsdenkmäler sehr gut. Das Vergessen dieser Zeiten ist nicht in Ordnung.“ (vh)

 
 

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