Dortmund: Schüler behandeln Adolf Hitlers „Mein Kampf“ im Unterricht – Schule stößt auf Kritik „Gehört nicht...“

Schüler in Dortmund behandeln Adolf Hitlers „Mein Kampf“ im Unterricht. (Symbolbild)
Schüler in Dortmund behandeln Adolf Hitlers „Mein Kampf“ im Unterricht. (Symbolbild)
Foto: imago images / Jürgen Ritter

In einem Gymnasium in Dortmund haben Schüler im Geschichtsunterricht Auszüge des Buches „Mein Kampf“ von Adolf Hitler in die Hände bekommen. Das sorgt bei einigen Menschen für Ärger. Das sorgt vereinzelt für Ärger bei einigen Menschen.

Dortmund: „Mein Kampf“ im Geschichtsunterricht

Das Helene-Lage-Gymnasium in Hombruch erklärt, wieso es sogar wichtig ist sich mit dem Buch zu befassen.

Mit „Mein Kampf“ schrieb Adolf Hitler ein Buch über die Weltanschauung des Nationalsozialismus. Bis 1954 wurden mehr als zwölf Millionen Buchexemplare verteilt.

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Nach dem zweiten Weltkrieg erhielt der Freistaat Bayern die Rechte an dem Buch. Und verhinderten 70 Jahre lang eine Wiederauflage. Das Urheberrecht ist inzwischen erloschen, seit 2016 ist „Mein Kampf“ wieder auf dem Markt. Jedoch mit wissenschaftlichen Kommentaren versehen.

Kritik an Lehrplan

Die Geschichtslehrerin des Gymnasiums Katja Schlecking erklärt, dass es sich im Unterricht lediglich um Auszüge des Buches handle. „Es gelte immerhin noch als jugendgefährdende Schrift“, erklärt sie gegenüber den „Ruhr Nachrichten“.

Der Kritik, das solche Texte nicht in den Unterricht gehören, entgegnet sie: „Grade in Zeiten von Fake News und einer unglaublichen Informationsschwemme ist eine fragende Haltung wichtig.“

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Schüler entdecken Wiedersprüche

Aussagen Einzuordnen und Inhalte zu hinterfragen sollen die Schüler lernen. Durch das nebeneinanderstellen zweier Textauszüge, würden die Schüler schnell Widersprüche in der Argumentation Hitlers feststellen.

Ein weiteres Ziel des Geschichtsunterrichts sei es, das Demokratiebewusstsein der Schüler zu stärken. (mia)

 
 

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