Dortmund

Mann wendet miese Masche bei Dortmunderin an – doch die stellt dem Betrüger eine schlaue Falle

Ein Scammer wird in Dortmund auf frischer Tat festgenommen. (Symbolbild)
Ein Scammer wird in Dortmund auf frischer Tat festgenommen. (Symbolbild)
Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services
  • Ein Mexikaner (35) verlangt von einer Dortmunderin (58), Geld zu überweisen
  • Sie kennt die Betrugsmasche bereits
  • Die 58-Jährige überzeugt den Betrüger dazu, einen gravierenden Fehler zu begehen

Dortmund. Ein Mexikaner (35) nahm vor sechs Monaten via Facebook Kontakt mit einer Dortmunderin (58) auf und bat sie mehrere Male, dass sie ihm Geld überweisen solle.

Er erzählte ihr, dass er Hilfe benötige und auf einem Schiff auf See lebe. Weil die 58-Jährige trotz mehrfacher Anfragen auf Facebook kein Geld überwies, arrangierte sie mit ihm ein Treffen für Montag am Phönixsee.

Dortmund: 58-Jährige arrangiert Treffen mit Betrüger

Womit der Betrüger vermutlich nicht gerechnet hätte: Der Dortmunderin war diese Betrugsmasche bekannt und sie stellte ihm eine Falle.

Kurz vor dem Treffen suchte eine 46-Jährige die Polizeiwache in Dortmund-Hörde auf und informierte sie über die Geldübergabe. Dort erzählte sie den Beamten, dass die Dortmunderin um 13 Uhr in einem Café an der Hafenpromenade einem Betrüger eine sechsstellige Geldsumme übergeben würde.

So kam es schließlich dazu, dass zwei Zivilpolizisten den 35-Jährigen während der Geldübergabe festnahmen.

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Polizei warnt vor Scamming

Scamming ist eine Betrugsmasche, bei der die Betrüger von ihren Opfern Vorauszahlungen mit einem hohen Gewinnversprechen verlangen. Diese Masche tritt mittlerweile in mehreren Formen auf. Unter anderem zahlen Opfer eine Kaution für eine Wohnung, die gar nicht existiert oder eine Provision für den Traumjob.

Eine andere Form des Scammings ist das Love- oder Romance-Scamming. Betrüger bauen mit ihrem Opfer eine emotionale Beziehung auf, um durch vermeintliche Notsituationen an ihr Geld heranzukommen. So geben sie beispielsweise vor, bei einer Geschäftsreise in Geldnot geraten zu sein.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und weist Betroffene darauf hin, den Kontakt mit den Betrügern abzubrechen und jegliche Forderungen zu ignorieren. Bei Rat und Tat steht die Polizei zur Verfügung.

 
 

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