Dortmund: Roboter soll Feuerwehr unterstützen – SO kann er Leben retten

In Dortmund darf die Feuerwehr sich über Zuwachs freuen.
In Dortmund darf die Feuerwehr sich über Zuwachs freuen.
Foto: imago images / Cord

Die Feuerwehr Dortmund darf sich über einen neue Helfer an ihrer Seite freuen. Die sind allerdings nicht aus Fleisch und Blut, sondern bestehen aus Metall und Kunststoffen. Roboter-Nachwuchs bei der Feuerwehr sozusagen.

Herzstück der mechanischen Unterstützer wird der Robotikleitwagen „RobLW“, der am Mittwoch bei der Feuerwehr Dortmund vorgestellt wurde.

Dortmund: Roboter unterstützen Feuerwehr Dortmund

„Im Innern des Wagens gibt es zwei Arbeitsplätze, von denen aus Bodenroboter und Drohnen gesteuert werden können“, erklärte Projektkoordinator Stefan Grobelny vom Dortmunder Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie.

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Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • ist mit Flughafen und Hauptbahnhof wichtiger Verkehrsknotenpunkt
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Ullrich Sierau (SPD)

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Im „RobLW“ befindet sich eine eigene Funkzelle, einen eigenen Stromerzeuger, Internet und ein Server zur Erstellung von 3D-Modellen. Auf Facebook hat die Behörde ein Video von der Präsentation des Wagens veröffentlicht. Für die technischen High-End-Produkte hat die Feuerwehr richtig Geld in die Hand genommen.

Rund 200.000 Euro hat der Leitwagen gekostet, der in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rettungsrobotik-Zentrum (DRZ) entwickelt wurde. Die Einsatzmöglichkeiten der Geräte sind breit gefächert.

„Technische Systeme können in der Praxis wichtige Aufgaben übernehmen“, sagte Grobelny. Mit Drohnen würden zum Beispiel Einsatzorte erkundet und Vermisste gesucht. Bodenroboter könnten unter anderem genutzt werden, um Gefahrstoffe zu sichern. Eine Funktion macht den Leitwagen dabei ganz besonders.

Das macht das Projekt so besonders

Vor der Entwicklung des Leitwagens habe es nämlich noch keine Möglichkeit gegeben, die Daten der Roboter-Sensoren an einem Ort zu bündeln, erklärt Grobelny. Die Daten nutzen dabei nicht nur der Feuerwehr Dortmund.

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Die im „RobLW“ erhobenen Daten sollen den Angaben zufolge nicht nur der Einsatzleitung vor Ort helfen, sondern auch in die weitere Forschung des DRZ einfließen. Das Zentrum erforscht an seinem Teststandort in Dortmund mobile Robotersysteme für Feuerwehr und Rettungsdienst. Wir wünschen viel Erfolg im Einsatz! (dav/dpa)

 
 

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