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Dortmund: Gastronom serviert umstrittenes Gericht – das hat jetzt Konsequenzen

Dortmund: Bei dem umstrittenen Gericht handelt es sich um „Foie Gras“. (Symbolbild)
Dortmund: Bei dem umstrittenen Gericht handelt es sich um „Foie Gras“. (Symbolbild)
Foto: Patrick Seeger / dpa

Dortmund. Ein Gastronom aus Dortmund macht sich momentan einige Feinde. Grund dafür ist ein umstrittenes Gericht, das auf der Speisekarte seines Lokals steht.

Jetzt versuchen ihn andere Gastronomen aus Dortmund mithilfe einer Demo von ihrer Meinung zu überzeugen.

Dortmund: Gastronom serviert umstrittenes Gericht – Demo gegen den Lokalbesitzer

Gemeint ist das Lokal „Tante Amanda“ im Dortmunder Nordwesten. Im Rahmen der Aktion „Menue Karussell“ können die Gäste dort derzeit zwischen zwei Vier-Gang-Menüs wählen.

Dabei hat es ein Gericht auf die Extra-Speisekarte geschafft, das es sonst nicht gibt: Gänsestopfleber, auch bekannt unter dem Namen Foie Gras. Für einige Menschen eine Delikatesse, Peta Dortmund bezeichnet die Menükomponente als „Tierqual-Produkt“.

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Das ist Foie Gras (Gänsestopfleber):

  • „Foie Gras“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „fette Leber“
  • Dafür werden Gänse in den letzten 21 bis 28 Tagen vor der Schlachtung zwangsernährt
  • Über ein Rohr wird ein Futterbrei, der oft Schweineschmalz enthält, in die Leber gepumpt
  • Dadurch steigt das Gewicht der Leber von durchschnittlich 300 Gramm auf 1000 bis 2000 Gramm
  • Deutschland importiert jährlich rund 121 Tonnen Stopfleber
  • Foie Gras ist von den französischen Tierschutzgesetzen ausgenommen, da es als gastronomisches Kulturerbe zählt

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„In Deutschland und vielen anderen EU-Ländern ist es zwar verboten, Stopfleber herzustellen, der Import aus Frankreich, Belgien oder Ungarn ist aber erlaubt. Diese Lücke im System nutzen noch immer viele Restaurants in Deutschland aus und bestellen das Tierqual-Produkt, um es ihren Gästen vorzusetzen“, schreibt die Tierschutzorganisation.

„Und das, obwohl tausende Gänse und Enten dafür auf brutale Weise gequält und getötet werden“, heißt es weiter. Den Tieren wird Mastfutter über ein Rohr zugeführt, damit die Leber fetthaltiger wird.

Dortmund: Peta kündigt Aktion an

Den Gastronomen Franz-Josef Luthold haben die Tierschützer aus diesem Grund dazu aufgefordert, das Gericht von der Karte zu nehmen. Der will es zunächst auf der Aktions-Menükarte lassen. Warum? „Ich habe mich erpresst gefühlt“, sagte er den „Ruhrnachrichten“.

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Peta Dortmund will jetzt Konsequenzen ziehen. Am Sonntag (24. Oktober) zwischen 12 und 14 Uhr planen sie eine Demo vor dem Lokal. Wie die Polizei Dortmund bestätigt, werden dazu rund 15 Teilnehmer erwartet.

Dazu der Wirt laut der „Ruhrnachrichten“: „Sollen sie machen, solange sie unser Hausrecht nicht infrage stellen.“ Nach dem Ende der „Menue Karussell“-Aktion will er das Gericht dann aber nicht mehr anbieten. (vh)

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