Dortmund

Dortmund: Raser brettert mit 190 km/h über die B1 – auf der Rückbank entdeckt die Polizei Schockierendes

Die Polizei stoppte einen Raser (Symbolbild).
Die Polizei stoppte einen Raser (Symbolbild).
Foto: imago images / Jonas Walzberg

Dortmund. Die Polizei traute ihren Augen kaum, als sie in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen VW-Golf nach einer Verfolgungsjagd in Dortmund stoppte: Im Rückraum saßen fünf Kinder, die teilweise nicht angeschnallt waren.

Das war passiert: Gegen 1.25 Uhr raste ein VW-Golf auf der B1 in Höhe Aplerbeck an einer Zivilstreife der Autobahnpolizei vorbei. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, der Fahrer des Golf brachte es auf 190 Stundenkilometer – erlaubt waren allerdings nur 80.

Dortmund: Polizei stoppt Raser

Schließlich konnten die Polizisten den Fahrer im Dortmunder Stadtgebiet stoppen. Als sie ihn zur Rede stellten, entdeckten sie im Rückraum fünf Kinder im Alter von zwei Monaten, zwei, sieben, acht und elf Jahren. Zwei der Kinder saßen zwischen Rückbank und Fahrer- bzw. Beifahrersitz und waren nicht gesichert.

Als Grund für seine Raserei gab der 30-Jährige aus Düsseldorf an, dass er „weiterkommen müsse“.

Den Mann erwartet nun eine Geldbuße in Höhe von voraussichtlich 600 Euro, zudem muss er seinen Führerschein für drei Monate abgeben. Auch die Mutter der Kinder, mit der der Fahrer verwandt ist, wird vermutlich herangezogen, da sie ebenfalls dazu verpflichtet war, die Kinder zu sichern. Sie saß ebenfalls im Auto.

--------------------------------------------

Weitere Themen aus Dortmund:

Dortmund: Schüsse in Friseurladen +++ Polizei mit neuen Details +++ Täter auf der Flucht +++ War es eine Rocker-Clan-Fehde?

Tödlicher Unfall auf der A1: Fußgänger stirbt – Autobahn in Richtung Dortmund gesperrt

Nach Massenschlägerei in Dortmund mit Molotowcocktails: So kam es zur Prügelei

--------------------------------------------

Polizei Dortmund stellt klar: So wichtig ist die Gurtpflicht bei Kindern

Die Polizei Dortmund richtet einen Appell an Eltern. Ralf Ziegler, Leitender Polizeidirektor, erklärt: „Als schwächste Verkehrsteilnehmer sind Kinder auf der Verantwortung ihrer Eltern bzw. der Erwachsenen angewiesen, denn sie selber haben noch kein Gefahrenbewusstsein. Erwachsene setzen mit solch verantwortungslosem Verhalten das Leben ihrer Kinder aufs Spiel.“

Nichtangeschnallte Kinder in Autos seien „leider Alltag für die Polizei“.

Kinder ohne Anschnallgurt im Auto – Lebensgefahr!

Schon bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern entspricht ein Aufprall dem Sturz aus dem vierten Stockwerk eines Hauses. Ohne Kindersitz kann der Aufprall eines Kindes schon bei 15 Stundenkilometern tödlich sein.

Und: Nicht angeschnallte Kinder werden bei einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h wie lebende Geschosse von der Rückbank gegen das Armaturenbrett oder gegen die Windschutzscheibe geschleudert. (cs)

 
 

EURE FAVORITEN