Dortmund: Polizei durchsucht Wohnung – sie entpuppt sich als gefährliches „Überraschungspaket“

Das Mehrfamilienhaus in Dortmund ist seit knapp einer Woche im Fokus spezieller Einsatzkräfte – hier wurden in einer Wohnung  bereits Minen, Waffen und Sprengstoffe gefunden.
Das Mehrfamilienhaus in Dortmund ist seit knapp einer Woche im Fokus spezieller Einsatzkräfte – hier wurden in einer Wohnung bereits Minen, Waffen und Sprengstoffe gefunden.
Foto: Fabian Strauch/dpa

Es ist die unendliche Geschichte von Dortmund: Seit rund einer Woche durchsuchen Spezialkräfte der Polizei und der Feuerwehr Dortmund die Wohnung eines 68-Jährigen im Stadtteil Lütgendortmund.

Der Mann hortete in seinen vier Wänden in der Volksgartenstraße offenbar so viele Waffen, Waffenteile und Munitionen, dass die Durchsuchungsarbeiten laut eines Sprechers der Polizei Dortmund noch bis Ende der Woche andauern werden.

Dortmund: Waffenarsenal in Mehrfamilienhaus gefunden

Seit vergangenen Mittwoch sind die Kräfte der Polizei und der Feuerwehr Dortmund in Lüdgendortmund täglich im Einsatz.

Grund für die von der Staatsanwaltschaft angeordneten Hausdurchsuchung bei dem 68-Jährigen war ein anonymer Hinweis, wonach der Tatverdächtige Waffen an eine andere Person weitergegeben habe.

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Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • hat 12 Stadtbezirke mit 62 Stadtteilen
  • ist mit Flughafen und Hauptbahnhof wichtiger Verkehrsknotenpunkt
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Ullrich Sierau (SPD)

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Bereits bei der ersten Durchsuchung am Mittwoch entdeckten die Spezialisten des Landeskriminalamtes unerwartet viele verdächtige Stoffe, außerdem mehrere Minen, die am Mittwoch und Donnerstag kontrolliert gesprengt wurden.

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Mittlerweile ist die Wohnung des 68-Jährigen komplett beschlagnahmt, gilt als Einsatzort. Auch die andere Partei im Wohnhaus muss das Gebäude während der Zeit der Durchsuchung verlassen.

Dortmund: „Das ist schon etwas Besonderes“

„Aktuell halten sich dort nur Kräfte der Polizei und Feuerwehr auf“, so Sprecher Torsten Sziesze gegenüber DER WESTEN. Die sind seit Mittwoch jeden Tag im Einsatz, stellen stundenlang verschiedene Waffen und Waffenteile – auch in Kellerräumen und auf dem Dachboden – sicher.

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Die Durchsuchung dauere auch deshalb so lange, weil die Beamten „sehr, sehr sensibel vorgehen“. Schließlich sollen weder Einsatzkräfte, noch Anwohner in der Volksgartenstraße in Gefahr geraten.

Waffen, chemische Substanzen, Sprengstoff – die Durchsuchung gleiche laut Sziesze einer „Überraschungstüte“, deren Ausmaß auch für die Polizei Dortmund „schon besonders“ ist.

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Woher – und warum – der 68-Jährige ein derartiges Waffenlager in seiner Wohnung hatte, ist noch völlig unklar. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, so Sprecher Torsten Sziesze. Aktuell ist der Wohnungsinhaber mangels Haftgründen auf freiem Fuß, nachdem er am Mittwoch vorerst festgenommen wurde.

 
 

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