Dortmund

Dortmund: Schüsse in Friseurladen – Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto

In einem Friseurladen in Dortmund fielen Schüsse.
In einem Friseurladen in Dortmund fielen Schüsse.
Foto: dpa
  • Ein Mann (38) wurde am Donnerstag, 18. Juli, in einem Dortmunder Friseursalon angeschossen
  • Für die Ermittler ist das Opfer kein Unbekannter: Der Mann soll Mitglied der Rockergruppe „Bandidos“ sein
  • Polizei hat Fahndungsfotos veröffentlicht

Dortmund. In einem Friseurgeschäft in Dortmund auf der Hansastraße sind vergangene Woche Schüsse gefallen.

Dabei wurde der Inhaber (38) des Friseursalons aus Dortmund durch einen Schuss am Bein verletzt. Der Tatverdächtige ist seit dem Vorfall auf der Flucht.

Nach Schüssen in einem Friseursalon in Dortmund: Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto des Tatverdächtigen

Doch jetzt hat die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Dortmund ein Fahndungsfoto veröffentlicht.

So soll der Tatverdächtige gefunden werden.

Der Mann sei zu Fuß über die Hansastraße in Richtung Königswall gerannt. Dort ist er laut Polizei in ein Auto mit dem Kennzeichen DO-AM 1070 eingestiegen. Die Kennzeichen sind als gestohlen gemeldet. Es könne sich bei dem Auto um einen dunklen VW Passat handeln.

Du hast Hinweise zu dem Mann? Dann melde dich bei der Polizei unter 0231/132-7441. Hinweise, die zur Festnahme des Verdächtigen führen, belohnt die Polizei mit 3000 Euro.

Was ist geschehen in dem Friseursalon in Dortmund?

Gegen 10.45 Uhr kam es am Donnerstag, 18. Juli laut Polizei zu einer Auseinandersetzung in einem Friseursalon in der Hansastraße in Dortmund.

Der neue Friseur feierte eine Woche zuvor erst die Eröffnung des Ladens.

Am Donnerstag dann der Schock: Nachdem auf den 38-jährigen Inhaber des Salons geschossen worden war, mussten schwer bewaffnete Polizisten den Tatort sichern. Von der Feier keine Spur mehr.

Dortmund: Schüsse vor Friseurladen

Die Polizei hatte die Ermittlungen sofort aufgenommen, Spührhunde waren im Einsatz. Die Kriminaltechnische Untersuchung sicherte vor Ort Spuren, auch der Geschädigte wurde befragt. Es bestand zu keiner Zeit Lebensgefahr für den Mann.

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Fehde zwischen Miri-Clan und Bandidos Hintergrund?

Für die Polizei soll das Opfer kein Unbekannter sein - der 38-Jährige wurde im letzten Jahr selbst festgenommen.

Am Donnerstag äußerte sich die Polizei zum möglichen Motiv. Den ersten Erkenntnissen nach war es nicht auszuschließen, dass eine körperliche Auseinandersetzung im September 2018 Auslöser der Tat war, so die Beamten. Damals wurde ein 32-Jähriger durch Messerstiche schwer verletzt.

Die Ermittlungen hierzu dauern aber noch an, heißt es.

Besagte Tat spielte sich rund 100 Meter vom jetzigen Tatort ab. Damals hatte das jetzige Opfer laut Ermittlungen mit einem Komplizen das Mitglied eines libanesischen Clans niedergestochen. Laut einem Gerichtssprecher ist der Mann erst vor wenigen Wochen wegen der besagten Attacke zu vier Jahren Haft verurteilt worden, berichtet die Deutsche-Presse-Agentur. Das Urteil sei aber noch nicht rechtskräftig, der Haftbefehl wurde außer Vollzug gesetzt.

>>> hier mehr zu den Hintergründen

(ms, js mit dpa)

 
 

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