Hagen

Dortmund: Fußballer (20) wegen Vergewaltigung verurteilt – DESHALB bekommt er nur 60 Sozialstunden

NRW: Dieses Urteil am Amtsgericht Hagen dürfte die Gemüter spalten.
NRW: Dieses Urteil am Amtsgericht Hagen dürfte die Gemüter spalten.
Foto: imago images / biky

Hagen. Dieses Urteil am Amtsgericht Hagen dürfte die Gemüter spalten. Verhandelt wurde eine Vergewaltigung, die vor zwei Jahren in Dortmund begangen wurde.

Fußballer Jan S. (20) stand am Mittwoch wegen des Vorwurfs einer Vergewaltigung vor dem Amtsgericht in Hagen. Die Richterin befand ihn zwar für schuldig – ins Gefängnis muss der junge Mann jedoch nicht.

Disko in Dortmund: Fußballer Jan S. wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen

Die Tat hatte sich im Oktober 2018 in Dortmund ereignet. Der damals 18-jährige Jan S. hatte gemeinsam mit einer gleichaltrigen Frau in der Dortmunder Disko „Rush Hour“ gefeiert. Dabei sei auch Alkohol in nicht unerheblichen Mengen geflossen.

Die Frau habe anschließend nicht alleine sein wollen, „weil sie so betrunken war und es ihr deshalb so schlecht ging“, erklärte Richterin Ulrike Radke-Schäfer (54). „In ihrer hilflosen Lage nimmt sie jemanden mit – und der nutzte das dann schamlos aus.“ Jan S. hatte die junge Frau bis zu ihrer Wohnung begleitet, wo es anschließend zur Vergewaltigung kam.

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„Die junge Frau gab ihm deutlich zu verstehen, dass sie das nicht wollte“, so die Richterin. „Die Schilderungen im Prozess waren sehr glaubhaft.“ Die Staatsanwaltschaft fordert vier Wochen Jugendarrest, der Angeklagte selbst schweigt während der gesamten Verhandlung.

Vergewaltigung in NRW: Richterin begründet milde Strafe

Doch das Urteil des Gerichts überrascht: 60 Sozialstunden muss Jan S. abarbeiten. Wieso diese milde Strafe? „Sein Leben bestand nur aus Fußball“, erklärt Richterin Radke-Schäfer. „Durch seine Karriere konnte er nie das Leben eines normalen Jugendlichen führen.“

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Dass die verhängte Strafe bei Jan S. möglicherweise ihre belehrende Wirkung verfehlt, bezweifelt die Richterin. „Diese Arbeitsstunden werden ihn mehr belasten als irgendeine Geldstrafe, die er locker bezahlen kann“, so Radke-Schäfer gegenüber „Bild“.

 
 

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