Dortmund: Neuer Treffpunkt der Szene? Schon wieder Großeinsatz gegen Raser!

Raser sind in Dortmund vermehrt unterwegs. (Symbolbild)
Raser sind in Dortmund vermehrt unterwegs. (Symbolbild)
Foto: dpa

Bereits am zweiten Wochenende in Folge hat die Polizei in Dortmund Raser aus dem Verkehr gezogen.

Bis zu 700 Autos seien es in der Nacht zu Sonntag gewesen, die in Dortmund auf dem Innenstadtring und dem Wall unterwegs gewesen sind, so die Polizei.

Dortmund: Polizei geht hart gegen Raserszene vor

Die Beamten waren mit einem Großaufgebot mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort. Zeitweise wurde sogar der Innenstadtring in Dortmund gänzlich gesperrt.

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Insgesamt wurden Dutzende Fahrzeuge im dreistelligen Bereich sichergestellt, ein Führerschein abgenommen und drei Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung geschrieben.

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Polizei Dortmund befürchtet nun neuen Treffpunkt der Szene

Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Polizei die Raserszene in Dortmund überprüft. Dort waren rund 400 Fahrzeuge gezählt worden.

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Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • hat 12 Stadtbezirke mit 62 Stadtteilen
  • ist mit Flughafen und Hauptbahnhof wichtiger Verkehrsknotenpunkt
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist ab 1.11. Thomas Westphal (SPD), er folgt auf Ullrich Sierau (SPD)

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Die Polizei befürchtet nun, dass sich Dortmund zu einem Treffpunkt der Szene entwickeln könnte. Gegen die Raserszene wird immer wieder hart vorgegangen. Der Kampf gegen die Raser- und illegale Tuningszene ist seit Jahren einer der Schwerpunkte der Dortmunder Polizei. Illegale Beschleunigungsrennen, erhebliche Verkehrsgefährdungen und -beeinträchtigungen, massivste Lärmbelästigungen zur Nachtzeit, Vermüllung und in der Pandemie auch häufig Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung; das sind die Begleiterscheinungen dieser Szene.

Tödliche Verkehrsunfälle konnte die Dortmunder Polizei mit ihrem Einsatzkonzept bislang verhindern, jedoch zeigt sich die Raserszene nach wie vor entschlossen und hartnäckig.

In Moers war 2019 eine unbeteiligte Frau gestorben, weil zwei Raser sich ein Rennen geliefert haben. Einer von ihnen wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. (fb)

 
 

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