Dortmund

Dortmund: Netflix-Star und Essener Rapper baut Porsche-Unfall – und widerspricht der Polizei

Der Essener Rapper Sinan-G (Mitte) krachte mit seinem Porsche in eine Straßenbahn.
Der Essener Rapper Sinan-G (Mitte) krachte mit seinem Porsche in eine Straßenbahn.
Foto: Friede Clausz/dpa

Dortmund. „Über 90.000 EUR Sachschaden nach illegalem Kraftfahrzeugrennen“, heißt es in einer Polizeimeldung am Dienstag aus Dortmund.

Ein Porsche sei mit einer Straßenbahn kollidiert. Vorausgegangen sei ein illegales Rennen, so die Polizei Dortmund.

Dortmund: Essener Rapper Sinan-G hat schweren Unfall

Inzwischen wurde bekannt: In dem Wagen saß der bekannte Rapper und Netflix-Star Sinan-G aus Essen. Der wehrt sich jetzt gegen die Vorwürfe der Polizei Dortmund.

Zuerst hatte Rapper-Kumpel „Mois“ in einem Youtube-Video den Vorfall bekannt gemacht. Kurz vor dem Unfall habe er gemeinsam mit Freunden ein Video gedreht. Sie hätten auf Sinan-G gewartet. Plötzlich habe es auf der Straße gekracht, erzählt Kumpel „Maestro“ im Video: „Ich sehe einfach nur, wie das Auto von der Straßenbahn weggedrückt wird, sich dreht und mit dem Hintern gegen den Straßenrand knallt.“ Sie seien zum Auto gerannt und hätten den bewusstlosen Rapper aus dem Wagen gezogen.

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Polizei ermittelt wegen illegalem Autorennen

Die Polizei hat den Verdacht, dass es zuvor ein illegales Autorennen mit einem weiteren Wagen gegeben habe. Ersten Ermittlungen zufolge sollen die Wagen eine rote Ampel missachtet haben und beim Abbiegen erfasste die herannahende Straßenbahn das Heck des Porsches, der ins Schleudern kam.

Auch zum zweiten beteiligten Wagen, der unerkannt entkam, gebe es Hinweise. Die Beamte bitten um Hinweise zum Unfall, um den Sachverhalt aufklären zu können.

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Sinan-G widerspricht der Polizei

Am Samstag hat sich Sinan-G selbst auf Instagram zu Wort gemeldet. Er widerspricht dem Vorwurf der Polizei vehement, dass er ein illegales Straßenrennen gefahren sei: „Ich bin niemals ein Straßenrennen gefahren und werde auch niemals eins fahren.“

Er habe links abbiegen wollen, einen an dieser Stelle nicht verbotenen U-Turn machen wollen, als ihn die Straßenbahn erfasste. Er sei nicht am Handy gewesen oder über Rot gefahren, sondern habe einen „menschlichen Fehler“ gemacht, so der Rapper.

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„Ich hab gedacht, ich sterbe“, zeigte er sich schockiert. Doch von Prellungen und Schmerzen im Nacken abgesehen, sei er glimpflich davongekommen. „Mir geht es den Umständen entsprechend okay“, sagt Sinan-G. Der Porsche-Cabrio, der seinem Bruder gehört, musste abgeschleppt werden.

Tumulte bei Unfallaufnahme

An der Unfallstelle habe es Tumulte zwischen der Polizei und Umstehenden gegeben, berichtet Sinan-G. Grund dafür soll eine Person gewesen sein, die das Geschehen mit einem Handy gefilmt hätte.

Dadurch sei „wertvolle Zeit für die Beweisaufnahme“ verloren gegangen, sagte die Polizei den „Ruhrnachrichten“. Sinan-G mit einem klaren Appell: „Egal wo ihr ein Unfall sehen solltet, Freunde, ich bitte euch, lasst die Filmerei, versucht zu helfen.“