Dortmund

Dortmund: Nach Schüssen auf Bandido-Friseur – Polizei nimmt DIESEN bekannten Rapper fest

In der Hansastraße in Dortmund fielen im Sommer Schüsse. Jetzt gab es Festnahmen.
In der Hansastraße in Dortmund fielen im Sommer Schüsse. Jetzt gab es Festnahmen.
Foto: dpa

Dortmund. Vier Monate ist es her, da erschütterten Schüsse in der Hansastraße Dortmund!

Jetzt hat die Polizei mit einem Großaufgebot am Morgen zwei Männer festgenommen. Darunter soll sich laut „Bild“ und WDR der Dortmunder Rapper 18Karat (34) befinden. Die Staatsanwaltschaft wollte das auf Nachfrage nicht bestätigen. Die Polizei hatte am Morgen insgesamt fünf Wohnungen und ein Geschäftsraum durchsucht.

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Die Staatsanwaltschaft Dortmund sprach gegenüber DER WESTEN nur von zwei 34 und 27 Jahre alten Männern, die im Verdacht stehen, den weiter auf der Flucht befindlichen Schützen unterstützt zu haben. Der 27 Jahre alte Mann wird noch vernommen. Ob er dem Haftrichter vorgeführt wird, war noch offen. Er steht im Verdacht, das Fluchtfahrzeug gefahren zu sein.

„Gegen den 34-jährigen Mann hat sich der Anfangsverdacht der Tatbeteiligung nicht bestätigt“, so Henner Kruse von der Staatsanwaltschaft Dortmund gegenüber DER WESTEN. Er war verdächtigt worden, die Tatwaffe besorgt zu haben. Er konnte die Polizeiwache am Vormittag verlassen. Hierbei soll es sich übereinstimmenden Medienberichten um "18Karat" handeln.

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Der Rapper gilt als Kumpel von Miri-Clanboss Esmat E. und stand im Verdacht, an einer möglichen Vergeltungsaktion beteiligt gewesen zu sein.

Hintergrund soll ein Streit zwischen dem Miri-Clan und der Rockergruppierung Bandidos sein. Im Juni wurde der Bandido-Friseur Benny G. mit einem Schuss ins Bein verletzt. Die Polizei schließt seither eine Racheaktion nicht aus.

Denn der Friseur ist ein hochrangiges Mitglied der Bandidos und hatte zuvor mit einem Komplizen Miri-Clanchef Esmat E. mit einem Messer schwer verletzt. Dafür wurde er zu vier Jahren Haft verurteilt. Da Benny G. Revision eingelegt hat, befindet er sich auf freiem Fuß.

Der Verdacht fiel daher zunächst auf Esmat E.. Doch der hielt sich zum Tatzeitpunkt auf Ibiza auf, postete ein Foto mit Rapper Farid Bang aus dem Swimming Pool.

Mutmaßlicher Schützer weiter flüchtig

Die Polizei sucht seit Juli mit einem Fahndungsfoto nach dem mutmaßlichen Schützen. Der Mann sei zu Fuß über die Hansastraße in Richtung Königswall gerannt. Dort ist er laut Polizei in ein Auto mit dem Kennzeichen DO-AM 1070 eingestiegen. Die Kennzeichen sind als gestohlen gemeldet. Es könne sich bei dem Auto um einen dunklen VW Passat handeln.

Du hast Hinweise zu dem Mann? Dann melde dich bei der Polizei unter 0231/132-7441. Hinweise, die zur Festnahme des Verdächtigen führen, belohnt die Polizei mit 3000 Euro. (ms)

 
 

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