Dortmund

Dortmund: Nach Lichterfest-Wut – Stadt bietet Besuchern DAS als Entschädigung

Wegen des Ärgers um das Lichterfest soll es beim Winterleuchten im Westfalenpark in Dortmund ein zusätzliches Feuerwerk geben.
Wegen des Ärgers um das Lichterfest soll es beim Winterleuchten im Westfalenpark in Dortmund ein zusätzliches Feuerwerk geben.
Foto: Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Dortmund. Nach den letzten Tagen des Hitzewetters verabschiedete sich der Sommer am vergangenen Wochenende mit einem heftigen Gewitter. Und davon betroffen waren auch die Besucher des Lichterfestes in Dortmund. Darum plant die Stadt jetzt eine Entschädigung.

Zum 60. Parkgeburtstag sollte ein riesiges Feuerwerk in Dortmund stattfinden. Doch die Veranstaltung musste abgebrochen werden. Viele Besucher fuhren traurig nach Hause. Doch so richtig stinkig wurden sie, als sie erfuhren, dass es kein richtiger Abbruch war, sondern nur eine Unterbrechung. Denn nach kurzer Zeit wurde der Westfalenpark wieder geöffnet. Nur das haben wohl die Wenigsten noch mitbekommen.

Dortmund: Nach Lichterfest-Wut - Stadt bietet Besuchern das als Entschädigung

Lediglich 15.000 der rund 35.000 Gäste waren noch im Park, als 20 Minuten nach dem einsetzenden Regen die Entscheidung fiel, das Feuerwerk doch um 22.15 Uhr zu zünden.

Der Oberbürgermeister Ullrich Sierau meldet sich nun zu der unglücklich verlaufenen Kommunikation zu Wort. „Das Unverständnis der Gäste, die den Park verlassen haben, kann ich gut nachvollziehen“, sagte das Stadtoberhaupt.

Doch er betont auch: „Die oberste Priorität galt bei allen Entscheidungen der Sicherheit der Menschen vor Ort und dass niemand zu Schaden kommt. Das ist uns gelungen. Alle sind heil nach Hause gekommen.“

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Doch es sei eine sehr kurzfristige Entscheidung gewesen. Bis 21 Uhr sei keine Gewitter-Warnung eingegangen. Danach musste dann schnell gehandelt werden und der Park wurde kurzfristig evakuiert. Doch da sei der spätere Entscheidungsprozess nicht kommunizierbar gewesen.

Einen Ausgleich als Entschädigung plant der Westfalenpark aber doch. In den vergangenen Tagen wurde viel darüber diskutiert. Viele Anfragen erreichten die Stadt. Die Besucher forderten teilweise ihr Geld zurück. Doch das werde derzeit noch geprüft. Wie eine Pressesprecherin der Stadt Dortmund auf Nachfrage von DER WESTEN mitteilte, sei dies aber nicht sehr realistisch.

Fest steht allerdings, dass die Besucher dann beim Winterleuchten auf ihre Kosten kommen sollen. Zum ersten Mal soll es nicht nur ein Feuerwerk geben, sondern ein weiteres zusätzliches. Direkt zu Beginn der mehrtägigen Veranstaltung wird das Spektakel stattfinden.

Gratis-Feuerwerk beim Winterleuchten in Dortmund

Und dann musst du als Entschädigung auch keinen regulären Eintritt zahlen. Das gelte dann aber generell für alle Personen und nicht nur für jene, die auch beim Lichterfest ein Ticket gekauft hatten. Also streich' dir schon einmal den 7. Dezember im Kalender rot an. Denn dann wird das Gratis-Feuerwerk voraussichtlich stattfinden.

Besucher-Ärger mit Plastikflaschen

Neben dem plötzlichen Abbruch des Lichterfests sorgte auch eine Einlassregelung für Ärger. Angekündigt war ein Glasflaschenverbot. „Die wollten uns aber nicht mit einer PET-Cola-Flasche hereinlassen. Wir sollten die einfach am Eingang stehen lassen. Das ist doch Diebstahl“, beschwerte sich Stefan R.

Laut der Stadtsprecherin entsprach das auch genau so den Regeln. „Auch mit Plastikflaschen kann man werfen, und das tut dem ziemlich weh, der sie abbekommt. Deswegen haben wir uns für das Verbot entschieden“, sagte die Sprecherin. (js/vh)

 
 

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