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Dortmund: Mutter sucht Sohn seit vier Jahren – Spur führt ins Ruhrgebiet

Dortmund: Sidney Lute verschwand vor vier Jahren spurlos. Seitdem sucht seine Mutter unaufhörlich nach ihm. (Symbolbild)
Dortmund: Sidney Lute verschwand vor vier Jahren spurlos. Seitdem sucht seine Mutter unaufhörlich nach ihm. (Symbolbild)
Foto: Hans Blossey; Polizei Niederlande (Montage: DER WESTEN)

Dortmund. Frankreich, Portugal, Belgien, die Schweiz – und jetzt Dortmund!

Die Niederländerin Natasja Alderliefste (50) hat in den vergangenen Jahren eine kleine Europareise hinter sich, die sie im November nun bis nach Dortmund geführt hat. Doch die Sache hat einen traurigen Hintergrund: Ihr Sohn Sidney Lute (damals 19) verschwand vor vier Jahren spurlos. Seitdem sucht seine Mutter unaufhörlich nach ihm.

Dortmund: Verzweifelte Mutter sucht seit Jahren ihren Sohn

2016 hatte Sidney Lute das Haus seines Vaters, nördlich von Amsterdam, verlassen, um „Urlaub zu machen“. Einen Monat lang ließ er noch übers Handy von sich zu hören – dann war er plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.

Seit Jahren sucht Mutter Natasja seitdem Europa nach ihrem Sohn ab, verteilt dabei Such-Steckbriefe des heute 23-Jährigen. „Er könnte überall sein“, sagte sie kürzlich gegenüber dem niederländischen Sender „RTL“.

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Anfang November erhielt sie neue Hoffnung – in Form von fünf Tipps, die von einer Sichtung ihres Sohnes in Dortmund berichteten. Ihnen zufolge lebe Sidney in der Ruhrgebietsstadt als Obdachloser.

Natasja sucht drei Tage lang in Dortmund

Ganze drei Tage lang lief die 50-Jährige durch die Dortmunder Straßen – im Gepäck eine Karte, auf der die Orte angekreuzt waren, an denen ihr Sohn gesichtet worden sein soll.

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Den „Ruhrnachrichten“ zufolge handelte es sich dabei um folgende Orte:

  • der Jack-Wolfskin-Store an der Petergasse am Westenhellweg
  • der Willy-Brandt-Platz an der Reinoldikirche
  • bettelnd sowohl am Westenhellweg als auch zwischen den Gleisen 2 und 4 am Hauptbahnhof
  • der Hoeschpark, wo er nachts schlafen soll

Sie zeigte allen Obdachlosen und Bettlern, die sie traf, Sidneys Bild – doch leider erfolglos. Von dem jungen Niederländer fehlt nach wie vor jede Spur.

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Obwohl der nächste Hoffnungsschimmer dadurch wieder erloschen ist, bleibt ihr die Reise nach Dortmund eindrücklich in Erinnerung: „Noch nie hat eine Stadt so viel Eindruck auf mich gemacht.“ (at)

 
 

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