Dortmund

Dortmund: Maskenverweigerer rammt Supermarkt-Mitarbeiter mit Einkaufswagen – als die Polizei eintrifft, eskaliert er komplett

Ein Maskenverweigerer provozierte in Dortmund einen Polizeieinsatz – mit üblen Folgen für die Beamten. (Symbolbild)
Ein Maskenverweigerer provozierte in Dortmund einen Polizeieinsatz – mit üblen Folgen für die Beamten. (Symbolbild)
Foto: imago images

Dortmund. Die Mund-Nasen-Bedeckung ist aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Auch im Supermarkt in Dortmund gehört sie zum Pflichtprogramm, an das sich die meisten Einkäufer aus Rücksicht auf ihre Mitmenschen auch halten.

Aber eben nicht alle, wie ein Vorfall in Dortmund jetzt zeigt. Als ein Supermarktkunde sich am Montag nach wiederholter Bitte weigerte, eine Maske aufzusetzen, rammte er den Mitarbeiter kurzerhand mit dem Einkaufswagen. Als dann die Beamten der Polizei eintrafen, wurde die Situation richtig fies.

Dortmund: Maskenverweigerer rastet in Supermarkt aus – dann wird es richtig fies

Als das Streifenteam gegen 22 Uhr eintraf, beobachteten bereits zahlreiche Kunden das Geschehen. Im Mittelpunkt: Der maskenlose 44-Jährige, der die Situation filmte.

Er sei nicht verpflichtet, eine Maske zu tragen, erklärte er den Beamten. Eine ärztliche Bescheinigung darüber trug er allerdings nicht bei sich.

Anschließend listete er dutzende Paragraphen auf, die jedoch nicht mit den Gesetzen der Bundesrepublik übereinstimmen. „Wie sich später herausstellte, gibt es Hinweise, dass der 44-Jährige dem Reichsbürger-Milieu zuzuordnen ist“, schreiben die Beamten.

Weil der Mann anschließend noch wütender wurde, entschieden die Polizisten, ihn aus dem Supermarkt herauszuführen.

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Das ist das Coronavirus:

  • ist SARS-CoV-2 (Abkürzung für englisch: severe acute respiratory syndrome coronavirus 2)
  • gehört zur Familie der Coronaviren, eine Infektion kann neue Atemwegserkrankung Covid-19 verursachen
  • erstmals 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt
  • wurde von der WHO am 30. Januar 2020 als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ und am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft
  • Infektion erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion und Aerosole

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Das geschieht vor der Supermarktfiliale

Der hatte anscheinend seinen Einkauf zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht erledigt und wehrte sich nach Kräften gegen die Beamten. Dabei verletzte er zwei von ihnen so schwer, dass sie anschließend im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ihren Dienst konnten sie an diesem Abend nicht fortsetzen.

Weitere Polizisten überwältigten und fesselten den Mann anschließend, um ihn mit auf die Wache zu nehmen. Das sorgte für noch mehr Wut bei dem 44-Jährgen: Im Polizeiauto griff er den nächsten Polizisten an.

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Den Rest der Nacht verbrachte der Maskenverweigerer in der Zelle, doch weil keine Haftgründe vorlagen, durfte er die Polizeistation am nächsten Vormittag wieder verlassen.

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Der Staatsschutz ermittelt gegen den Randalierer nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands, Hausfriedensbruch, der Verletzung des vertraulichen Wortes durch seine Filmaufnahmen und einer Straftat nach dem Infektionsschutzgesetz. Außerdem prüft die „Sonderkommission Rechts“ des Staatsschutzes Kontakte zur rechtsextremen Szene.

Der brutale Angriff auf die Polizisten vor dem Supermarkt reichte dem 44-Jährigen anscheinend nicht aus: Am Dienstabend war der Mann erneut durch einen Verstoß gegen das Coronaschutzgesetz aufgefallen. (vh)

 
 

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