Dortmund

Dortmund: Mann soll Frau brutal erstochen und in Koffer gestopft haben – Prozess enthüllt weiteres schreckliches Detail

Mokhtar H. (Mitte) mit seinem Verteidiger Chrisitan Isselhorst (rechts): H. soll seine Frau mit 76 Messerstichen getötet haben.
Mokhtar H. (Mitte) mit seinem Verteidiger Chrisitan Isselhorst (rechts): H. soll seine Frau mit 76 Messerstichen getötet haben.
Foto: Peter Sieben

Dortmund. Ein Koffer wird zum grausigen Symbol eines furchtbaren Verbrechens in Dortmund: Mokhtar H. soll Ende Juli 2019 seine eigene Frau in das Gepäckstück gequetscht haben, nachdem er sie brutal erstochen haben soll.

Mit dem schrecklichen Gepäck floh der 24-Jährige. Die Polizei nahm Mokhtar H. später in Zwickau fest, den Koffer hatte er zuvor in einer Garage abgelegt.

Dortmund: Frau mit 76 Messerstichen getötet

Am Montag startete der Prozess gegen den Angeklagten am Landgericht Dortmund. Die Anklageschrift ist kurz – aber heftig: 76 Mal soll Mokhtar H. auf seine Frau eingestochen und sie mit einem Schnürsenkel stranguliert haben. Die 21-Jährige verblutete. Jetzt wirft die Staatsanwaltschaft Mokhtar H. Totschlag vor.

Der Angeklagte, ein kleiner Mann mit rundem Gesicht und raspelkurzem schwarzem Haar, blickt starr zu Boden, während sein Dolmetscher simultan übersetzt.

21-Jährige wollte in Deutschland Fuß fassen

Auch bei der Aussage von Katja K.. Die Polizistin war nach der Tat bei den ersten Ermittlungen in der Wohnung dabei, in der die 21-Jährige starb.

Die junge Frau war vor einigen Jahren mit H. aus Afghanistan geflüchtet, hatte dann getrennt von H. - die beiden waren nach islamischem Recht geschieden - in Schweden gelebt. 2019 wollte sie in Deutschland Fuß fassen und wohnte vorübergehend bei einer Freundin in Dortmund. In deren Wohnung passte sie auf die beiden Kinder ihrer Freundin auf.

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K. erzählt von Spuren, die auf ein regelrechtes Blutbad in der Wohnung hindeuten: „Wir haben Blutspritzer an den Wänden im Wohnzimmer und an der Haustür gefunden “

Riesiger Blutfleck: „Da hat nur jemand Saft verschüttet“

Ihre Kollegin Alissa B. berichtet von einem ein Meter großen Blutfleck auf dem Teppich.

Als der neunjährige Sohn der Wohnungsinhaberin den Fleck entdeckte, war Mokhtar H. immer noch vor Ort. Da habe jemand Saft verschüttet, soll H. dem Kind erklärt haben. Dann bestellte er für den Jungen und seine fünfjährige Schwester Pizza. „Die Kinder durften sich etwas aussuchen“, sagt die Beamtin. Dass die Freundin ihrer Mutter, die sie „Tante“ nannten, tot war und der vermeintliche Saftfleck ihr Blut, ahnten sie nicht.

H. soll dann unter dem Vorwand, die Pizza abzuholen, die Wohnung verlassen habe – offenbar mit dem Koffer, in dem der Körper seiner Frau lag.

Der Koffer fehlte

Perfide: H. soll auf dem Weg Whatsapp-Nachrichten im Namen seiner Frau an deren Freundin verschickt haben. Sie habe etwas Schlimmes getan, stand in der Nachricht: „Mach die Wohnung sauber.“

Die alarmierte Mutter der beiden Kinder, die selbst nicht zuhause war, kontaktierte einen Freund, der in der Nähe einen Imbiss betreibt. Der rief die Polizei.

Schnell fiel auf: Ein großer Koffer fehlte. Den fand die Polizei später in einer Garage in einem Hinterhof in Lüttgendortmund. Warum H. seine Frau tötete, ist noch unklar. Der Angeklagte selbst schwieg und wird sich vorerst nicht einlassen, wie sein Verteidiger erklärte.

Ein Mordmerkmal sieht die Staatsanwaltschaft jedenfalls nicht.

 
 

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