Dortmund

Dortmund: Koepchenwerk im neuen Glanz – was hier entsteht, macht sprachlos

In Dortmund wird das bekannte Koepchenwerk zu einem Weinhang.
In Dortmund wird das bekannte Koepchenwerk zu einem Weinhang.
Foto: imago/biky, Industriedenkmalstiftung

Dortmund. Fast 100 Jahre sind an diesem Ort gigantische Wassermassen bewegt worden, den großen „RWE“-Schriftzug kennt jeder, der schon einmal über die A1 an Dortmund vorbeigefahren ist.

Seit 2016 steht das Koepchenwerk allerdings still, nun wird der Hang des ersten deutschen Pumpspeicherkraftwerks im Süden von Dortmund umfunktioniert. Und das auf kuriose Art und Weise.

Dortmund: Koepchenwerk wird zum Weinhang

Elias Sturm aus Herdecke hat bereits begonnen, einen verrückt wirkenden Plan in die Tat umzusetzen. Zwischen den beiden riesigen Druckrohrleitungen hat er Reben gepflanzt – das Koepchenwerk wird zu einem Weinhang!

Mit erst 21 Jahren ist Sturm unter die Winzer gegangen und hat sich für seinen ersten Weinhang diesen ganz besonderen Ort ausgesucht. Die Wahl ist kein Zufall: Er ist der Urenkel von Wilhelm Kranz, der das Kraftwerk von 1945 bis 1962 leitete.

„Alle guten Weine kommen vom Hang“

„Die Steillage in Süd-Ost Ausrichtung ist einfach top“, erklärt Sturm. „Alle guten Weine kommen vom Hang.“

Der Klimawandel macht es möglich, dass inzwischen auch weit nördlich der klassischen Weinanbaugebiete in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Weintrauben gepflanzt werden können.

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Um einen guten Dortmunder Tropfen herstellen zu können, machte Sturm ein halbjähriges Praktikum in Italien, arbeitete anschließend bei einem Winzer im Rheingau.

Elias Sturm: „Das ist hier meine Heimat“

Zusammen mit drei Freunden macht er nun das bekannte Koepchenwerk auf der Grenze zwischen Dortmund und Herdecke zum Weinhang. „Das ist hier meine Heimat, hier lebt meine Familie, hier sind meine Freunde. Wir sind mitten im Ruhrgebiet und dennoch im Grünen. Das ist toll.“

Bis das erste Glas des Koepchenwerk-Weins genossen werden kann, braucht es aber noch Geduld. Erst im dritten Jahr ist die erste Ernte möglich.