Dortmund

Dortmund: Kiosk-Inhaber verweigert Maske und muss Laden schließen – jetzt bringt er DIESES Argument

Weil er keine Maske trug, wurde der Kiosk des Dortmunders vorübergehend geschlossen.
Weil er keine Maske trug, wurde der Kiosk des Dortmunders vorübergehend geschlossen.
Foto: imago images / Future Image

Dortmund. Der Kiosk von Cemal Mugla aus Dortmund ist dicht, vom Ordnungsamt geschlossen. Der Grund: Der Besitzer trug an dem Morgen der Kontrolle keine Mund-Nasen-Bedeckung.

Der Fall entwickelte sich in der Zwischenzeit zu einer echten Herausforderung für den Kioskbesitzer aus Dortmund. Mit allen Mitteln setzte er sich gegen die Schließung zur Wehr, verständigte sogar einen Anwalt. Denn an diesem Morgen war Cemal Mugla nicht ohne Grund ohne Maske in seinem Kiosk unterwegs, wie die „Ruhrnachrichten“ berichten.

+++ Dortmund: Mutter sucht Sohn seit vier Jahren – Spur führt ins Ruhrgebiet +++

Dortmund: Kioskbesitzer wird von Ordnungsamt konfrontiert

Am Morgen des 9.11. wollte Cemal Mugla wie gewohnt seinen Kiosk aufschließen, um sich dem Geschäft zu widmen.

Weil sich zu diesem Zeitpunkt keine Kunden in dem Laden befanden, entschied er für einen Moment auf seine Maske zu verzichten.

------------------------

Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • ist mit Flughafen und Hauptbahnhof wichtiger Verkehrsknotenpunkt
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Westphal (SPD)

------------------------

Daraufhin trafen Beamte des Ordnungsamtes ein und konfrontierten den Mann. „Sie haben mich angeschrien: ‚Sofort die Maske auf‘, haben sie gesagt“, beschreibt Mugla die Situation. Ein Stammkunde des Kiosk konnte den Vorfall beobachten und zeigt sich ähnlich erstaunt: „Das sah ja so aus, als hätte er irgendwas Kriminelles gemacht, Drogen verkauft oder so“.

Ordnungsamt macht Kiosk dicht

Wegen einer Verletzung der Hygienemaßnahmen veranlasste das Ordnungsamt eine vorübergehende Schließung des Ladens. Allerdings will Cemal Mugla mit der Unterstützung seines Stammkunden gegen diese Verordnung vorgehen. Schließlich habe er ein Attest, welches ihm erlaubt in seinem Kiosk keine Maske tragen zu müssen.

Bei den zehnstündigen Schichten bekomme er Beklemmungen, Atemnot und Schweißausbrüche, erklärt er gegenüber den „Ruhr Nachrichten“. Um die Hygienevorschriften einhalten zu können, habe er eine Plexiglasscheibe an dem Verkaufstresen angebracht.

Das offizielle Dokument lag allerdings erst einen Tag später vor, weswegen es trotzdem zu der Schließung des Kiosk kam.

Ladenschließung trifft Besitzer schwer

Unter den Kunden kursierten bereits Gerüchte über eine Erkrankung oder kriminelle Machenschaften des Ladenbesitzers. Das war Grund genug für den Dortmunder einen Anwalt heranzuziehen. Schließlich gehen ihm durch die Schließung seines Geschäfts auch wichtige Einnahmen verloren.

Der Rechtsexperte zweifelte an der Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahme. Nach mehreren Kontaktaufnahmen zu den zuständigen Behörden wurde der Kiosk nach vier Tagen wieder geöffnet.

-------------------------

Weitere Nachrichten aus dem Ruhrgebiet:

Essen: Mädchen stehen auf Autobahnbrücke – erschreckend, was sie dann machen

Duisburg: Mann sollte abgeschoben werden – doch aus diesem kuriosen Grund kommt es nicht so weit

Bochum: Explosion! Trümmerteile fliegen weit umher – neues Detail bekannt

-------------------------

Dennoch fühlt sich Cemal Mugla ungerecht behandelt. Aktuell hat er jedoch größere Sorgen: Er hofft, die Verluste der letzten Tage aufholen zu können. (neb)

 
 

EURE FAVORITEN