Dortmund

Kinder dürfen in Dortmund kein Pausenbrot mehr in manche Kindergärten bringen

Ab August dürfen Kinder in drei Kindergärten in Dortmund kein Pausenbrot mehr mitbringen. (Symbolbild)
Ab August dürfen Kinder in drei Kindergärten in Dortmund kein Pausenbrot mehr mitbringen. (Symbolbild)
Foto: Bernhard Classen / Imago
  • In drei Kindergärten in Dortmund dürfen Kinder ab August keine Pausenbrote mehr mitbringen
  • Schuld soll ein schwerwiegendes Missverständnis sein
  • Verwirrung bei den kirchlichen Einrichtungen

Dortmund. Dem Kind für den Kindergarten einfach ein Pausenbrot mitgeben?

Das soll ab dem 1. August in drei Einrichtungen der Evangelischen Kirchengemeinde Südwest in Dortmund nicht mehr möglich sein. Die Gemeinde gibt vor, Hygiene-Vorschriften des Veterinäramts einhalten zu wollen. Die Vorschrift sehe vor, dass die Kühlkette für die Verpflegung nicht unterbrochen werden darf. Davon sollen die Kindergärten in Barop, Eichlinghofen und Hombruch betroffen sein.

Stattdessen sollen alle Kinder die Vollverpflegung für 60 Euro nutzen. Das heißt: Frühstück und warmes Mittagsessen werden gemeinsam für alle Kinder vorbereitet.

Dortmund: Missverständnis nach Hygiene-Schulung

Doch der Reihe nach. Schuld soll laut Ruhr-Nachrichten (Bezahlinhalt) ein großes Missverständnis sein: Eine Schulung zur Lebensmittelhygiene durch eine Bereichsleiterin beim Evangelischen Kirchenkreis Dortmund wurde wohl falsch verstanden. Kinder dürfen Verpflegung mit in den Kindergarten bringen, doch nicht alle Kinder dürfen beim gemeinsamen Frühstücksbuffet davon essen.

Beim Transport durch die Kinder wird die Kühlkette unterbrochen. Bringt allerdings ein Caterer das Frühstück, sei eine durchgängige Kühlkette sichergestellt. Die Dokumentationspflicht sei somit enorm. Diesen Aufwand wollte sich der kirchliche Träger offensichtlich sparen.

Das Butterbrot für den eigenen Verzehr ist somit eigentlich nicht betroffen.

Kindergarten-Leiterinnen reagieren irritiert

Nach der Schulung schickte die Gemeinde-Verwaltung ein Schreiben an Eltern und die verschiedenen Kirchengremien. Dennoch wussten zwei Kindergarten-Leiterinnen nichts von den maßgeblichen Änderungen ab August. Im Gespräch mit DER WESTEN ärgerten sie sich über die Posse, die sie nun unweigerlich treffen wird. Sie halten die Geschichte für ein großes Gerücht.

Dennoch will die Leitung der Kirchengemeinde bisher nicht von ihrem Plan abrücken, dass Kinder ab August kein Pausenbrot mehr bringen dürfen.

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Hygiene-Vorschriften ziehen kein Butterbrot-Verbot nach sich

Bei der Stadt stößt der ungewöhnliche Vorstoß auf Unverständnis. „Durch die Hygienevorschriften ist das Butterbrot-Verbot nicht abgedeckt“, sagt eine Sprecherin. „In unserem Sinne ist das nicht sinnvoll und notwendig.“ Der größte Träger von Familienstätten in Dortmund sei Fabido.

Der städtische Betreiber hält es weiterhin so, dass jedes Kind seine eigene Verpflegung mitbringen kann.

 
 

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