Dortmund

Dortmund: „Horrorhaus“ bald Geschichte – „Hätte nie gebaut werden dürfen“

Lost Places im Ruhrgebiet

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Dortmund. Endlich ist es soweit: Nach Jahren der Vorbereitung haben die Abrissarbeiten am „Horrorhaus“ in der Nordstadt von Dortmund begonnen.

Doch der Abriss des Hochhaus hat in Dortmund auch seine Gegner.

Dortmund: „Horrorhaus“ gammelt vor sich hin

Seit fast 20 Jahren steht das in Dortmund stadtweit bekannte „Horrorhaus“ in der Kielstraße leer, nachdem im Jahr 2002 erhebliche Baumängel festgestellt worden.

Insgesamt 200 Wohneinheiten mussten damals geräumt werden. Das Haus gammelt seitdem vor sich hin.

Dortmund: Für „Dorn im Auge“ der Stadt ist die Zeit gekommen

Nicht nur Dortmunds ehemaliger Oberbürgermeister Ullrich Sierau war der Bau lange „ein Dorn im Auge“, diese Meinung teilen auch viele andere Dortmunder. „Das Ding hätte nie so gebaut werden dürfen“, schreibt ein User etwa auf Facebook.

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Doch jetzt scheint die Zeit des „Horrorhauses“ gekommen. Denn nachdem bereits 2019 die ersten Planungen zum Abriss der Wohnruine gemacht wurden, beginnen jetzt die Arbeiten. Bis Ende des Jahre sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten für den Abriss liegen bei rund 3,6 Millionen Euor. Land und Bund werden davon rund 80 Prozent bezahlen, der Eigenanteil der Kommune liegt bei 600.000 Euro, das schreibt die Stadt auf ihrer Homepage.

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Darauf deuten jedenfalls ein großer Kran und ein Baugerüst um den Riesenbau hin. Und das ist auch nicht den Dortmundern unbemerkt geblieben.

Dortmund: Meinungen über Abriss sind gespalten

In den sozialen Medien zeigen sich viele Leute begeistert. User zeigen sich wegen des Abrisses glücklich und kommentieren mit „endlich“. Doch scheint das „Horrorhaus“ auch seine Verteidiger zu haben.

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Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Westphal (SPD)

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So meint ein User, dass es gerade in der momentan prekären Mietsituation schade ist, wenn 200 Wohneinheiten einfach dem Erdboden gleichgemacht werden.

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Auch für die ehemaligen Eigentümer wird der Abriss bitter sein. Denn ein Großteil der Wohnungen an der Kielstraße waren Eigentumswohnungen. Nach der Räumung mussten viele Bewohner ihr Eigentum mit viel Verlust verkaufen.

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