Dortmund

Dortmund: Hier plant die Stadt neuen Radweg – doch dafür müssen die Autofahrer einen hohen Preis bezahlen

Foto: Kavermann, Stadt Dortmund / Stadt Dortmund

Dortmund. Die Stadt Dortmund will einen weiteren Schritt in Sachen Verkehrswende gehen und den Radverkehr auf dem kompletten Wallring ausbauen.

Der neue Radweg soll in den nächsten drei Jahren umgebaut werden und parallel zum Wallring verlaufen. Dafür fallen auch einige Parkplätze in Dortmund weg.

Dortmund: Stadt will Radverkehr ausbauen

Mit der neuen Verkehrsführung sollen Lücken im Verkehrsnetz in Dortmund geschlossen werden. Die Planung gehört zu einem der zentralen Anliegen des Förderprojekts „Stadtluft ist (emissions-)frei – Dortmunds Einstieg in eine emissionsfreie Innenstadt“.

Mit einem Betrag von rund zwei Millionen Euro für Umbau und Begrünung ist das Projekt nicht billig - der Großteil soll jedoch über einen europäischen Fonds finanziert werden. Im November soll die endgültige Entscheidung des Rats der Stadt fallen.

Wie das Projekt genau aussehen soll? Dazu gibt es bereits erste Entwürfe seitens der Stadt. Darin ist ein Radweg vorgesehen, der parallel und eigenständig zur autobefahrenen Straße verläuft, also unabhängig vom motorisierten Verkehr.

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Parkplätze müssen Radweg weichen

Mit einer Breite des Radstreifens von mehr als drei Metern will man bei der Stadt auch einen aktuellen Fahrrad-Trend berücksichtigen: „Gerade für schnellere und breitere Fahrräder wie Pedelecs und Lastenfahrräder sind die Breiten ein echter Gewinn“, wie Stadtrat Ludger Wilde betont.

Dafür müssen allerdings etwa 180 der über 780 Parkplätze dem neuen Radweg Platz machen. Die Stadt sieht darin kein Problem: Schließlich seien die fast 5.900 Stellplätze in Tiefgaragen und Parkhäusern derzeit gar nicht ausgelastet. Auch auf Seiten des Dortmunder Einzelhandels steht man den Plänen der Stadt positiv gegenüber.

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Dortmunder Einzelhandel steht Projekt positiv gegenüber

„Die fahrradfreundliche Anbindung der Innenstadt ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Aufwertung der City, den die Einzelhändler der Dortmunder City ausdrücklich begrüßen. Dadurch wird der Wirtschaftsstandort Dortmund gestärkt und seine Attraktivität nachhaltig gesteigert“, sagt Dirk Rutenhofer, Vorsitzender des Cityrings, einem Initiativkreis der sich für eine attraktivere Innenstadt einsetzt.

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Ob der Radweg tatsächlich kommt, entscheidet sich in der Sitzung am 14. November. Der Baubeschluss ist für Mitte 2020 geplant. Spatenstich ist voraussichtlich 2021. (dav)

 
 

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