Dortmund

Dortmund: Hauptbahnhof gesperrt – wegen eines Imbisses

Großeinsatz für die Feuerwehr Dortmund. Am Hauptbahnhof war in einem Imbiss ein giftiges Gas gemessen worden. (Symbolbild)
Großeinsatz für die Feuerwehr Dortmund. Am Hauptbahnhof war in einem Imbiss ein giftiges Gas gemessen worden. (Symbolbild)
Foto: imago
  • Der Hauptbahnhof in Dortmund musste am Montag zeitweise gesperrt werden
  • In der Luft befand sich ein gefährliches Gas

Dortmund. Kein Hals- sondern ein Fettabschneider sorgte am Hauptbahnhof Dortmund am Montag für Chaos. Das war so groß, dass der Bahnhof zeitweise gesperrt wurde. Die herbeigerufene Feuerwehr rückte mit 40 Einsatzkräften an und musste sogar eine Spezialeinheit anfordern.

Dortmund: Imbiss wird geräumt

Am späteren Nachmittag wurde die Feuerwehr zu einem Asia-Schnellimbiss gerufen. Bereits zu diesem Zeitpunkt sind alle Gäste des Imbisses nach draußen begleitet worden.

Auf den ersten Blick kein außergewöhnlicher Einsatz. Als die Beamten die Küche betraten, hatte dort eine Sprinkleranlage ausgelöst - doch ihnen war nicht direkt klar warum. Ein Brand schied als Ursache aus.

Gefährliches Gas

Bei routinemäßigen Kontrollen schlug dann ein Kohlenmonoxidwarnmelder an. Das Gas ist alles andere als ungefährlich. Es ist farb- und geruchslos, für den Menschen bei höherer Belastung aber tödlich. Erste Anzeichen für eine Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen.

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Die Messung ließ bei der Feuerwehr Dortmund sofort alle Alarmsignale angehen. Sofort wurden der Umweltdienst der Feuerwehr Dortmund sowie die Spezialeinheit ABC zum Imbiss gerufen. Die Spezialeinheit ist spezialisiert auf die Bekämpfung von atomaren, biologischen und chemischen Gefahren.

Die Bundespolizei sperrte zwischenzeitlich den Zugang zum Dortmunder Hauptbahnhof. Der Zugbetrieb wurde dadurch jedoch nicht eingeschränkt.

Feuerwehr mit gefährlichem Verdacht

Neben Kohlenmonoxid stellte die Feuerwehr auch Methan in der Luft fest. Da im Imbiss nicht mit Gas gekocht oder geheizt wurde, hatte die Feuerwehr einen gefährlichen Verdacht.

Sie vermutete, dass auch die Hauptgasleitung im Kellerbereich als Ursache in Frage kommt. Weitere Messungen konnten dies zum Glück nicht bestätigen. Sie identifizierten eine andere Kohlenmonoxid-Quelle.

Ein defekter Fettabschneider war der Auslöser für den Großeinsatz. Sie werden in der Gastronomie zur Trennung von Fetten und Ölen vom Abwasser benutzt und reinigen das Wasser, bevor es in die Kanalisation fließt.

Fast zwei Stunden, nachdem die Feuerwehr zum Einsatzort gerufen wurde, beendete sie den Einsatz. Glücklicherweise gab es keine Verletzen. (dav)

 
 

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